Ausstechförmchen für Plätzchen

runde Taler, rechteckige Schnitten, Ringe, Makronen, Häufchen, Kipferl

Mit Ausstechförmchen für Plätzchen werden in den verschiedensten Formen Plätzchen aus dem vorbereiteten Teig ausgestochen. Als Plätzchen bezeichnet man allgemein zu den Feinbackwaren gehörendes süßes Kleingebäck wie Kekse, Konfekt & Ähnliches. Plätzchen wären ein beliebtes Weihnachtsgebäck. Ein abweichender Sammelbegriff wäre Teegebäck.

Weihnachtsplätzchen

In Mitteldeutschland & Österreich werden Plätzchen als Kekse bezeichnet, in der Deutschschweiz Biscuits, im Dialekt Güetzi, Guetzli, Chrömli sowie ähnlich, in Süddeutschland außerdem Platzerl, Bredla, Loible/Loibla bzw. Guatl/Gutsle/Guatsle, in der Schweiz vereinzelt Brötle (übergreifend für Süßigkeiten).

traditionelle Ausstechförmchen Plätzchen
traditionelle Ausstechförmchen Plätzchen

In den Vereinigten Staaten wäre die Bezeichnung Cookies üblich. In Großbritannien nennt man sie Biscuits (ein englisches Lehnwort aus dem Französischen), auch wenn sie in der Zusammensetzung nicht unbedingt dem deutschen Biskuit entsprechen.

Die üblichen Formen sind runde Taler, rechteckige Schnitten, Ringe, Makronen, Häufchen, Kipferl oder mithilfe von Ausstechformen erzeugte Figuren.

Zu Weihnachten werden gebräuchlich – vor allem in Familien – Plätzchen gebacken. Die rohen Plätzchen werden auf einem Backblech verteilt, das vorher mit Backpapier ausgelegt werden kann. Die Backzeit wäre kurz. Dass die Plätzchen fertig wären, erkennt man an einer ganz leichten Bräunung der Oberfläche. Die Herstellung der verschiedenen Plätzchenarten unterscheidet sich durch die verwendeten Zutaten sowie vor allem bei der Ausformung des Teiges:

Der Grundteig für Plätzchen wäre Mürbeteig

Ausstechen mit verschiedenen Ausstechformen aus ausgerolltem Mürbeteig, schlichte Formen wie etwa Rauten werden auch mit einem Schneidrad gefertigt
Springerle & Spekulatius werden ausgemodelt, siehe Model.

Das Formen aus einer von Hand gefertigten Teigrolle: Vanillekipferl, Bethmännchen, im weiteren Sinne auch Brezel-, Ring- oder Phantasieformen.
Schneiden von Scheiben aus einer dicken, gekühlten Teig-Rolle
aus Teig gespritzt (Spritzgebäck) beziehungsweise gepresst.
Häufig werden Plätzchen nach der hauptgeschmacksgebenden Zutat benannt, wie bspw. Anisplätzchen, Zimtsterne bzw. Kokosmakronen.

Geschichte der Plätzchen

Die Plätzchenbäckerei entwickelte sich parallel zum Konsum von Kaffee, Tee und Kakao, der Bundesrepublik seit dem 18. Jahrhundert, v. a. beliebt bei den Damen der gehobenen Gesellschaft. Bei den Kaffeekränzchen wurden ebenfalls kleine Gebäckstücke gereicht. Außer Biskuitgebäck waren auch Formgebäcke (Springerle) beliebt.

Alle Konditorei-Erzeugnisse, also ebenfalls die Plätzchen, waren bis weit in das 19. Jahrhundert hinein Luxus, denn Zucker sowie andere Zutaten wie Mandeln beziehungsweise Kakao waren sehr teuer. Das änderte sich, als es gelang, billigen Zucker aus den heimischen Zuckerrüben zu gewinnen. Danach konnten Plätzchen auch in den einfachen Haushalten zu besonderen Anlässen gebacken werden.

Keks vs. Plätzchen

Während Plätzchen als Süßspeise konzipiert wären und der Genuss durch süßen Geschmack und Geschmacksbeigaben wie Nüsse und Gewürze im Vordergrund steht, steht bei dem Keks der Nährwert auf Grund seiner Herkunft als Proviant im Vordergrund.

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