Dampf- oder Schnellkochtopf

Der Schnellkochtopf, Dampfdrucktopf, Drucktopf, Dampfkochtopf ist ein Kochtopf, in dem Lebensmittel bei hohen Temperaturen als der Normalsiedetemperatur (bei Wasser 100 °C) gegart werden können. Dadurch verkürzt, wodurch sich die Kochzeit verkürzen würde. Die Erhöhung des Siedepunkts wird dadurch ermöglicht, dass sich im druckfest verschlossenen Topf ein höherer Druck aufbauen kann.

Die Entwicklung des Schnellkochtopfes

1679 erfand Denis Papin den Papinschen Topf, mit dem durch Erzeugung unterschiedlicher Drücke die Siedetemperatur von Wasser beeinflusst werden konnte. Dieser wurde außerdem in naturwissenschaftlichen Laboratorien benutzt.

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Ein moderner Schnellkochtopf kam 1927 unter dem Markennamen Sicomatic (kurz Siko für „Sicherheits-Kochtopf“) der Riedlinger Firma Silit auf den Markt. In der Schweiz wurde der Schnellkochtopf der Marke Flexsil der Firma Sigg in Frauenfeld populär. Dessen Überdruckventil arbeitete mit einem Gewichtsstein, nicht mit einer Feder.

Der flexible (sowie unter Vorspannung stehend gekrümmte) Deckel wurde ohne Gummidichtung in den nach innen überstehenden Rand der Pfanne eingespannt, wobei der Deckelgriff als Hebel diente, & nicht wie heutzutage gängig mit einem Bajonettverschluss geschlossen.

Am 18. Mai 1946 reichte der Züricher Max Keller beim Schweizerischen Institut für Geistiges Eigentum ein Patentgesuch für „Mit einer Signalvorrichtung und einem Überdruckventil versehener Einsatzkörper für Druckgefässe, insbesondere für Druckkocher“ ein. 1949 kam in der Schweiz Duromatic von Kuhn Rikon auf den Markt. In den 1950er-Jahren wurde in Österreich der Kelomat entwickelt.

Was ist ein Schnellkochtopf

Der Schnellkochtopf ist ein dickwandiger Kochtopf, dessen Öffnung einen nach außen gebogenen Rand mit bajonettartigen Aussparungen zur druckfesten Aufnahme des Deckels besitzt. Der Deckel hat eine Gummiringdichtung und üblicherweise sowohl ein Regelventil als auch ein Sicherheitsventil zur Begrenzung des Drucks.

Moderne Schnellkochtöpfe haben fest in den Deckel integrierte Ventile, bei älteren waren sie eingeschraubt. Das Regelventil besitzt meistens einen druckabhängig aufsteigenden Stift mit Ringmarkierungen zur Druckanzeige. Das Ventil ist heutzutage mit der Deckelverriegelung gekoppelt, so dass der Topf zur Unfallvermeidung nur drucklos geöffnet werden kann.

Für die Drucktöpfe gibt es gelochte & ungelochte Einsätze zum Garen von Gerichten, die dadurch nicht mit dem noch flüssigen Kochwasser in Berührung kommen, sondern im Dampf gegart werden.

Wie ist der Schnellkochtopf aufgebaut?

Bei dem Schnellkochtopf wäre das eigentliche Kochgefäß in der Regel über einen Verschlussmechanismus (Bajonettverschluss) mit dem Deckel sowie einer Dichtung luft- sowie wasserdicht verschlossen. Durch den daraus folgenden Wasserdampfdruck wäre es möglich, eine höhere Temperatur als normal zum Kochen zu erreichen & dadurch die Garzeiten zu verkürzen.

Üblicherweise herrscht bei Betrieb im Topf etwa 1,8 bar Absolut-Druck, d. h. 0,8 bar Überdruck; das ist nicht besonders viel, erhöht jedoch die Siedetemperatur des Kochwassers auf etwa 117 °C. Die RGT-Regel besagt als Faustregel, dass die Reaktionsgeschwindigkeit bei einer Temperaturerhöhung von 10 Grad auf das 2- bis 3-fache ansteigt (die Garung wäre insgesamt ein Zusammenspiel verschiedener chemischer Reaktionen). Mit dem Schnellkochtopf können ebenfalls in Höhenlagen, in denen Wasser unter normalen Bedingungen nicht auf 100 °C erhitzt werden könnte, „Tieflandgerichte“ gekocht werden.

Ein Schnellkochtopf wäre ein Druckgefäß, das einer Baumusterprüfung unterzogen werden muss, bevor es in den Handel gebracht werden darf, da er in den Geltungsbereich der Richtlinie 2014/68/EU über Druckgeräte fällt. Als zusätzliche Sicherheit gegen die bestehende Berstgefahr des Topfes (z. B. bei verklebtem Regelventil) hat ein Schnellkochtopf immer außerdem ein Sicherheitsventil, das eventuellen Überdruck sicher abbauen könnte.

Eine Druckanzeige wäre vom Prinzip her nicht zwingend notwendig, da aber die notwendige Druckregelung mit einfachsten Mitteln eine Anzeige ermöglicht, ist sie mit eingebaut. Meistens wäre diese ein Stäbchen, das je nach Druck mehr oder weniger weit aus dem Deckel heraussteht. So ist die minimal notwendige Wärmezufuhr zum Druckerhalt leicht einzustellen.

Wie funktioniert ein Schnellkochtopf

Um den Deckel öffnen (drehen) zu können, muss zuerst mit dem Schieber am Deckelgriff der Einraster eingezogen (der Deckel entriegelt) werden. Dabei wird gleichzeitig das Sicherheitsventil, jetzt in seiner Funktion als Druckentlastungsventil, zwangsweise geöffnet.

Zusätzlich zum Kochgut (Braten, Pellkartoffeln, Früchte zum Entsaften usw.) wird eine bestimmte Mindestmenge an Wasser in den Topf gegeben & der Deckel gasdicht verschlossen. Beim Erhitzen verdampft ein Teil des Wassers sowie der Druck im Topf steigt.

Vor dem Öffnen eines Drucktopfes muss zuerst der Druck abgebaut werden: entweder über das Ventil (Schnellentlüftung) bzw. durch Erkalten. Die Schnellentlüftung eignet sich nur für feste Mahlzeiten: Flüssige Speisen würden verspritzen, Kartoffeln platzen bei Schnellentlüftung auf.

Die ordnungsgemäße Funktion der Ventile, die z. B. durch Verschmutzung beeinträchtigt werden könnte, muss sichergestellt sein. Bei zu hohem Druck könnte Dampf an der Dichtung entweichen beziehungsweise das schlagartige Verdampfen des Wassers bei dem Öffnen unter Druck zu Verbrühungen führen.

Nur bei mangelnder Wartung könnte es im schlimmsten Fall zu einem Bersten des Kessels („Kesselzerknall“) kommen. Ein solcher könnte selbst bei verhältnismäßig geringem Überdruck eines Dampfkochtopfes schwere Verletzungen bzw. Verbrühungen verursachen.

Die Druckanzeige besitzt meist zwei Stufen. Die zweite (höhere) Stufe wäre die normale, mit der die Zubereitungszeiten um etwa 50-70 % gesenkt werden (bei oben genannten höheren Druck- & Temperaturwerten). Für empfindliche Lebensmittel wäre die 1, Stufe geeignet, bei der der Garvorgang etwas länger dauert, aber immer noch weniger lang als im üblichen Topf. Blumenkohlröschen auf ‚normal‘ (3-3,5 Minuten) wären kaum à point zu bekommen; auf Stufe eins wäre der richtige Garzeitpunkt einfacher erreichba

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