Dampfgarer – Gesund und schonend Essen zubereiten

Bei manchen Küchengeräten fragt man sich ja, ob man diese überhaupt braucht. Sieht man dann erst einmal die tollen Möglichkeiten und probiert es aus, dann möchte man es nicht mehr missen. Genauso sieht es bei einem Dampfgarer aus. Die schonende  Zubereitung hat viele verschiedene Vorteile und wird auch Dir sicherlich einiges an Freude bereiten.

Liest man sich einige Forenbeiträge durch, dann stellt man eine Kleinigkeit fest: Die Interessenten sind nicht überzeugt und vermuten lediglich einen (teuren) Hype um den Dampfgarer, bzw. das Kombigerät aus Dampfgarer und Backofen. Dabei sollte man sich nicht vor der Idee verschließen und sich einmal von dem Komfort eines solchen idealen Geräts überzeugen:

Allerlei Speisen, wie beispielsweise Fisch, Gemüse, Fleisch und etwaige Beilagen können schonend im Dampfgarer zubereitet werden. Dabei muss man auch nicht ständig neben dem Gerät hocken und den perfekten Moment abwarten, bis man nun etwas abstellen muss. Es ist eine super einfache und zeitsparende Möglichkeit des Kochens, bei der eine ganze Menge nebenbei erledigen kann.

Doch einmal ganz langsam: Was macht der Dampfgarer jetzt genau und wofür ist er geeignet?

Wie funktioniert ein Dampfgarer?

Das Prinzip eines Dampfgarers ist ganz simpel und ist nahezu selbsterklärend. Ein typischer Dampfgarer besteht aus Heizelementen, einer Kammer für Wasser, und verschiedenen Kammern für die Lebensmittel. Zu Beginn wird das eingefüllte Wasser mithilfe der Heizelemente aufgewärmt und zum Sieden gebracht.

Normalerweise herrschen Temperaturen ab 100 °C. Bei dieser Temperatur wird ausreichend Wasser verdampft, sodass das Essen schonend gegart werden kann. Der Dampf steigt natürlich auf und gelangt so in die Garräume in denen das Essen liegt. Durch den Wasserdampf werden alle Lebensmittel gleichmäßig erwärmt und umhüllt, sodass diese Methode einfaches und fehlerfreies Kochen ermöglicht.

Was macht man mit einem Dampfgarer?

Mit einem Dampfgarer kann man uneingeschränkt kochen. Alles Mögliche, das man zubereiten kann, funktioniert auch sehr gut mit einem solchen Küchengerät. Seien es Teigwaren, verschiedene Getreiden, Hülsenfrüchte, Fleisch, Fisch und vieles mehr. Beim Kochen selbst sollte man nur eine Kleinigkeit beachten: die Zufuhr von Feuchtigkeit.

Bevor Du Dich also auf die unendliche Auswahl an Lebensmitteln stürzt, wollen wir doch einmal grob besprechen, was Du bei der Zubereitung bestimmter Nahrungsmittel beachten kannst.

Quellprodukte dampfgaren

An erster Stelle wollen wir die Quell-Lebensmittel besprechen, da diese die größte Aufmerksamkeit verlangen. Zu dieser Kategorie zähle ich vor Allem Teigwaren (Fokus auf Nudeln), Getreide (wie Reis oder Quinoa) und verschiedene Hülsenfrüchte. Beim Dampfgaren besagter Produkte sollte man auf eine zusätzliche Zufuhr von Feuchtigkeit achten. Der Dampf alleine würde nicht ausreichen.

Man sollte also die jeweilige Kammer zusätzlich mit einem Schluck Wasser auffüllen. Ansonsten bleiben die Produkte hart oder werden extrem trocken.

Für Reis sollte man mindestens ein Verhältnis von 1:1 einhalten. Dabei bleibt der Reis noch recht trocken. Wer den Reis eher klitschig mag, der kann ein Verhältnis von 1:1,25 oder 1:1,5 anstreben. Auch das Salzen beim Reis ist wichtig. Üblichen weißen Reis salzt man am besten gleich zu Beginn, also noch vor dem Kochen. Wilden Reis, bzw. auch Mischreis sollte man lieber salzen, wenn dieser fertig gegart ist. Die Zeit beläuft sich dabei auf dieselbe, wie auf der Packung beschrieben.

Ansonsten kann es passieren, dass das Salz die Feuchtigkeit dem wilden Reis entzieht und dieser nicht richtig weich wird. Für Hülsenfrüchte gilt übrigens eine ähnliche Herangehensweise.

Bei Teigwaren, wie beispielsweise Nudeln, sollte man auf die entsprechende Form achten. Handelt es sich um eine Beilage, dann reicht Salzwasser in der Schale aus. Die Garzeit lässt sich auch wieder einfach von der Verpackung ablesen. Empfehlenswert ist es hier noch zwischendurch umzurühren, damit die Nudeln nicht zusammenkleben.

Handelt es sich direkt um fertige Nudelgerichte, dann sollte man die Nudel lieber in einem Verhältnis von 1:1,75 aufkochen lassen  und je nach Belieben verfeinern. Beispielsweise kann man noch Sahne hinzufügen.

Fleischen und Geflügel garen

Die Methode des Dampfgarens kommt bei Fleisch so richtig auf seine Kosten. Das Fleisch wird besonders zart und mürb und ein richtiger Genuss. Dabei ist es egal, ob es sich um Gulasch, Rouladen oder Schnitzel handelt – es schmilzt regelrecht auf der Zunge dahin.

Selbiges gilt auch für Geflügelfleisch, welches sonst schnell dazu tendiert auszutrocknen. Das Fleisch bleibt besonders saftig und behält ganze Fasern. Zusätzlich bleibt den Stücken die Flüssigkeit erhalten, sodass sie geschmacklich aufpoliert werden. So muss man weitaus weniger würzen und kann auch auf Fett verzichten.

Anzumerken sei hier, das durch den Garprozess das Fleisch keine typische Farbe, bzw. Bräunung erhält. Es hat keinen weiteren Effekt auf den Geschmack. Wer jedoch ein bisschen mehr Farbe auf dem Teller haben möchte, der kann das Fleisch auf drei verschiedene Arten bearbeiten:

  • vor dem Garen das Fleisch einmal kurz anbraten
  • nach dem Garen das Fleisch grillen
  • das Fleisch marinieren

Allerdings musst Du einmal mindestens das reine Fleisch aus dem Dampfgarer probiert haben – ein ganz anderes Geschmackserlebnis.

Fisch garen

Hast Du schon einmal probiert Fisch zuzubereiten? Es grenzt fast an Magie, wenn man diesen gelungen auf dem Tisch servieren kann, denn entweder ist er zu trocken, zäh oder fällt bereits beim Auftischen auseinander. Doch warum sollte man sich das Kochen von Fisch unnötig schwer machen, wenn man einen Dampfgarer besitzt? Das Gerät macht sich hier ebenso ideal.

Bei Temperaturen zwischen 75 und 85 °C wird der Fisch in Ruhe gedämpft und die Eiweißbausteine flocken nicht. Somit wird das Fischfleisch zart und saftig und wahrt so den eigenen Geschmack. Auch hier muss man nur noch wenig würzen oder anbraten.

Süße Speisen mit einem Dampfgarer zubereiten

Du hast gedacht, dass es bei dem üblichen Mittagessen bleibt? Nein, denn auch den Nachtisch kannst Du mit einem Dampfgarer zubereiten. Allerlei süße Versuchungen, wie beispielsweise Soufflé, gefüllte Äpfel und selbst Milchreis lassen sich in der kleinen Wundermaschine garen und dampfen. Besonders angetan sind die Nutzer von den „Kuchen im Glas“-Rezepten.

Der Kuchen wird besonders fluffig und klitschig, sodass die Zubereitung jedes Leckermaul im Sturm erobert.

Gemüse und Obst garen lassen

Das Aushängeschild für eine Zubereitung mit dem Dampfgarer: Gemüse und Obst. Ein Fakt der gerne zum Marketing benutzt wird, ist die Tatsache, dass durch die schonende Zubereitung die Vitamine, Mineral- und Vitalstoffe der Nahrung erhalten bleiben und nicht zerfallen. Umso mehr schlaue Köpfe haben sich natürlich Gedanken gemacht, wie man Obst und Gemüse dampfgart.

Und dabei bleibt nur zu sagen: Adaptiere Deine Koch-Gewohnheiten auf die Zubereitung mit einem Dampfgarer und es kann nicht schiefgehen. Du bist es gewohnt den Brokkoli für 20 Minuten zu kochen? Dann bleibe bei diesem Verfahren und stelle das Küchengerät nach Deinen Bedürfnissen ein. So gelingt Dir das Gericht und schmeckt intensiver denn je.

Übrigens schwärmt man von dampfgegarten Spargel! Der Geschmack kommt vollends zur Geltung und man erwischt keine fiesen Stellen, welche zu hart oder zu matschig sind. Klingt doch nach einer perfekten Chance sich in der Spargelsaison auszutoben.

Kann man mit einem Dampfgarer auch backen?

Du kannst nur einfaches zubereiten? Nein, mal wieder weit gefehlt. Selbst das Backen übernimmt der Dampfgarer für Dich. Natürlich stellt man sich nun die Frage, wie es denn sein kann, dass Wasserdampf ein knuspriges Brot herstellen soll. Scheint doch wie ein Widerspruch. Doch schaut man sich die Profis an, dann weiß man, dass auch sie Feuchtigkeit bei der Herstellung knuspriger Rinde einbringen.

Allerdings muss ich hier einen kleinen Haken machen: Brotbacken funktioniert auch nur mit einem Kombi-Dampfgarer bzw. einem Dampfbackofen. Nur dieser schafft es nämlich vor, bzw. während des Backens Feuchtigkeit in den Innenraum zu bringen. Diese Feuchtigkeit sorgt dafür, dass sich die Hitze viel besser und direkter auf das Gargut verteilt.

Man kann sich das ein wenig, wie bei einer Sauna vorstellen, wenn der Aufguss gemacht wird. Dabei gerät man so richtig ins Schwitzen, denn feuchte Luft überträgt und trägt Wärme einfach besser. So passiert es, dass sich beim Brotbacken sehr schnell eine knusprige und gleichmäßige Rinde bildet.

Dampfgarer - Funktionen & Zubereitung
Dampfgarer – Funktionen & Zubereitung

Ist ein Backofen mit Dampfgarer sinnvoll?

Stellt sich natürlich nun die Frage, ob die Aufwertung zu einem Kombigerät sinnvoll ist. Und diese Frage ist eher schätzend, denn eine richtige Antwort gibt es darauf nicht. Wer einmal in den Genuss der Vorzüge eines Dampfgarers gekommen ist, möchte diese nicht mehr missen. Allerdings bietet nicht jede Küche den entsprechenden Platz um mehrere Geräte zu beherbergen.

Somit kann ein 2-in-1-Gerät eine sinnvolle Investition sein. Auch dann, wenn viele Gerichte zubereitet werden, die zusätzliche Feuchtigkeit verlangen. So musst Du beispielsweise bei Reis kein Wasser nachgeben, da diese per Intervall automatisch vom Ofen übernommen wird.

Was kostet ein guter Dampfgarer?

Wie bei so ziemlichen allen elektronischen Geräten findet man preiswerte oder eben hochpreisige Modelle. Oftmals kommt ein gehobener Preis mit einem hohen Funktionsumfang. Um also einen guten Dampfgarer zu erwerben, sollte man sich erst einmal bewusst machen, was man von dem Gerät erwartet. Was soll damit gekocht werden und wie nötig braucht man die scheinbaren Chichi-Funktionen.

So lassen sich bereits Geräte ab einem Preis von 30 Euro finden. Und diese sind nicht mal schlecht, da sie einen sehr guten Einstieg in den Umgang mit einfachen Dampfgarern bieten. Oftmals handelt es sich dabei um eine einfache Konstruktion aus übereinander gestapelten Behältern. In der Regel finden wir hier 2 oder drei kleinere Behälter vor.

So lässt sich zwar kein Gericht für eine ganze Familie zaubern, doch für einen kleinen Haushalt lassen sich bereits Gerichte für ein oder sogar zwei Personen dampfgaren. Doch so wie es Geräte für 30 Euro gibt, so finden wir auch Küchengeräte für rund 150 – 200 € vor. Hier handelt es sich natürlich um hochwertige Dampfgarer, welche aus soliden Materialien zusammengestellt wurden.

Der Garumfang ist oftmals höher und eignet sich so auch perfekt für einen größeren Haushalt. Enorme Preise erwarten uns hingegen im Bereich der Kombi-Geräte bzw der Dampfgar-Öfen. Hier kommen schnell einmal Preise von 1000 € zustande, sodass sich diese Investition gut überlegt werden sollte.

Was ist der beste Dampfgarer?

Was sich als „der beste Dampfgarer“ beschreiben lässt hängt natürlich von den eigenen Erwartungen ab. Allerdings sind wir der Überzeugung, dass wir bereits gute Erfahrungen gesammelt haben und so drei wunderbare Empfehlungen an Dich weitergeben können. Dabei möchten wir jeweils auf eine Preisspanne eingehen, welche wir zuvor angesprochen haben.

So kannst Du Dir ein preiswertes, mittelpreisiges und hochpreisiges Gerät zulegen.

Der Phillips HD9140/91

In unseren Augen das perfekte Einsteigergerät. Es ist nicht zu teuer, bietet aber umfassende Funktionen und eine sehr gut verarbeitete Qualität, bei einem Durchschnittspreis von lediglich 65,00 € (Stand: Juli 2020).

Die Gefäße sind sehr große bemessen, sodass sich auch Gerichte für eine mehrköpfige Familie garen lassen. Zusätzlich befindet sich ein Sonderaufsatz dabei, welche auch das Kochen von flüssigen Lebensmitteln (wie beispielsweise Suppen oder Eintöpfe) ermöglicht.

In dieser Preisklasse wird natürlich noch größtenteils auf Kunststoffteile gesetzt, allerdings merkt man es dem Gerät kaum an. Die Bestandteile sind hochwertig verarbeitet und zeigen so gut wie keine Makel einer fehlerhaften Produktion.

Auch das Menü und die dazugehörigen Programme sind sehr gut verständlich, sodass jeder Nutzer das Gerät intuitiv bedienen und benutzen kann. Und natürlich ist auch das Endprodukt sehr vielversprechend. Die Lebensmittel sind intensiv im Geschmack, trotz geringer Würze, stehen im Saft und bleiben im Nährstoffgehalt vollwertig.

Der Russell Hobbs MaxiCook

Ein günstiger Preis bringt zahlreiche Nachteile mit sich? Nicht mit dem Russell Hobbs MaxiCook. In verschiedenen Tests entpuppt sich dieses kleine Gerät als eines der besten Dampfgarer auf dem Markt. Und das für nicht mehr als 34,00 € (Stand: Juli 2020). Für gutes Geld bekommt man hier sehr gute Garergebnisse.

Im Allgemeinen zeigt sich der Garprozess als etwas langsamer, allerdings handelt es sich hierbei um wenige Minuten, welche man vernachlässigen kann. Großer Vorteil hier: das günstige Gerät kann auch zur Herstellung von gekochtem Reis verwendet werden. Für gewöhnlich fallen einige Zubereitungsmethoden weg, doch dieser kleine Alleskönner kann eben alles dampfgaren.

Mit im Lieferumfang ist auch eine Nachfüllhilfe enthalten, was den ganzen Prozess erheblich angenehmer macht. So wie das Gerät von Phillips finden wir auch hier sehr große Behälter, welche für größere Gerichte verwendet werden können.

Morphy Richards 48780EE

Nun 30 und 60 Euro sind ja noch humane Beträge. Doch wie sieht es mit einem Küchengerät für satte 1300 € aus? Beim Morphy Richards 48780EE handelt es sich um ein professionelles Küchengerät, und dementsprechend mit einem erhöhten Preis kaufbar ist. Und eines vorab: durch die vielen Funktionen lässt sich ein Nachteil feststellen: Die Bedienung ist anfangs kompliziert.

Doch hat man das Menü einmal durchschaut, dann handelt es sich um ein unglaublich hilfreiches Gerät in der heimischen Küche. Die Garergebnisse sind ausgezeichnet und lassen keinerlei Wünsche offen. Die Schalen können einzelnd eingestellt werden und sorgen so für ein absolut unabhängiges Kocherlebnis.

Wie sinnvoll ist ein Dampfgarer?

Du hast nun bis zu diesem Punkt gelesen. Vermutlich ist Dir bereits aufgefallen, dass wir kleine Fans von dem Dampfgarer sind und wie unglaublich einfach, effizient und schonend die Zubereitung ist. Wir wollen Dir hier also nochmal die zahlreichen Vorteile eines Dampfgarers aufzählen:

  • geringerer Verbrauch von Energie, da weniger Wasser aufgeheizt werden muss
  • Erhalt von Form und Geschmack der Lebensmittel
  • Erhalt der Vitalstoffe und natürlichen Aromen im Gargut
  • Bessere sensorische Qualität der Nahrungsmittel
  • Fettreduzierte Zubereitung
  • Flexibilität beim Kochen – Zeit einstellen und anderer Beschäftigung nachgehen
  • Erhalt der Lebensmittel (kein Anbrennen, Vertrocknen oder ähnliches)
  • vielseitiges Einsetzen bei verschiedenen Gerichten

Betrachtet man nun noch im Vergleich die Nachteile, dann ist die Antwort wohl ziemlich eindeutig:

  • leicht längerer Prozess
  • keine Bräunung der Lebensmittel
  • fehlende Röststoffe

Das war es dann auch schon. Insbesondere die Bräunung und die fehlenden Röststoffe, welche häufig einen favorisierten Geschmack einbringen, sind gern kritisierte Punkte. Doch überlegt man es sich einmal recht, dann sind es nur schwache Argumente. Wem die Bräune fehlt, der kann diese einfach nachahmen und die Röststoffe werden vom Eigengeschmack der Produkte übertroffen.

Back to top button