Eiswürfelform

Eiswürfel aus einer Eiswürfelform wie Sterne, Herzen, Früchte, Tiere, Quader

Ein Eiswürfel aus einer Eiswürfelform wäre eine technisch angefertigte kleine Portion gefrorenen Wassers (Eis). Häufig entspricht die Eiswürfelform aber nicht der eines Würfels, sondern einem ungleichmäßigen Quader mit einer Kantenlänge von 2 bis 5 cm, einem Zylinder, einer Kugel, komplexeren Formen wie Sternen, Herzen, Früchten, Tieren beziehungsweise undefinierten Gebilden.

Geschichte der Eiswürfelform

Große Verbreitung fanden Eiswürfel erst, seitdem nahezu jeder Haushalt zumindest über einen Kühlschrank mit Gefrierfach verfügt. Bis ins erste Drittel des 20. Jahrhunderts wurde Eis meist in Form großer Quader ins Haus geliefert (Stangeneis beziehungsweise ebenfalls Blockeis). Diese wurden dann im Eisschrank gelagert oder vor Ort in die benötigten Portionen zerteilt.

Verwendung von Eiswürfeln

Fische in zerstoßenem Eis auf einem Straßenmarkt
Am häufigsten werden Eiswürfel zum Kühlen von Nahrungsmitteln eingesetzt. Fisch, Fleisch sowie andere leichtverderbliche Waren werden mit Eiswürfeln auf ihrem meist langen Transportweg originell gehalten. Eiswürfel dienen außerdem hierzu, Getränke zu kühlen sowie werden darüber hinaus direkt ins Glas oder in die Karaffe gegeben.

Die Kühlwirkung ergibt sich aus dem Temperaturangleich zwischen dem Eis und dem zu kühlenden Lebensmittel, wodurch das Lebensmittel kälter wird, der Eiswürfel sich dagegen erwärmt & nach einer gewissen Zeit schmilzt. Die Verdünnung von Getränken durch das Schmelzwasser wäre ein Nachteil von Eiswürfeln gegenüber anderen Mitteln der Kühlhaltung.

Bei dem Mixen von Cocktails werden die Zutaten oft im Cocktail-Shaker beziehungsweise im Rührglas während des Vermischens mit Eiswürfeln abgekühlt. Eiswürfel werden für Cocktails & andere Drinks ebenfalls oft zerstoßen, um die Oberfläche zu vergrößern & hierdurch die Kühlgeschwindigkeit zu erhöhen oder einen optischen Effekt zu erzielen. Man spricht dann auch von crushed ice (engl. für „zerstoßenes/zerkleinertes Eis“). Köche und Barkeeper setzen hierzu mit Eiscrushern spezielle Apparate ein.

Fabrikation Eiswürfelform

Eiswürfel lassen sich herstellen, indem man Wasser in eine Form füllt und diese unter den Gefrierpunkt abkühlt. Die Form der Aussparungen in der Eiswürfelform bestimmt die Form der erzeugen Eiswürfel.

Keime werden dabei nicht abgetötet. Bei Reisen in tropischen Ländern würde daher oft empfohlen, auf Eiswürfel zu verzichten, da das verwendete Wasser unter Umständen nicht den gewohnten hygienischen Standard aufweist.[1] Im Mai 2005 erkrankten in den thailändischen Provinzen Lampang und Chiang Rai über 1000 Menschen an Hepatitis A, weil in einer lokalen Eisfabrik verunreinigtes Wasser zur Produktion von Eiswürfeln benutzt wurde. Außerdem schlecht gereinigte Eisfächer könnten zu Keimbelastung von Eiswürfeln führen, so dass Hersteller von Folienverpackungen derzeit Eiswürfelbeutel anbieten, in denen Wasser ohne weiteren Luftkontakt zum Gefrieren gebracht werden könnte.

Auf den ersten Blick überraschend erscheint, dass warmes Wasser schneller gefriert als kaltes Wasser; dies ist durch den Mpemba-Effekt zu erklären.

Automatisierte Herstellung von Eiswürfeln

Zur automatisierten Herstellung von Eiswürfeln gibt es Eiswürfelmaschinen. Trübe, rissige Eiswürfel entstehen, wenn die Würfel von außen nach innen gefrieren. Das im Inneren eingeschlossene flüssige Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus sowie sprengt so die äußeren Schichten.
Eiswürfelmaschinen zur Produktion durchsichtiger, homogener Eiswürfel vermeiden jenes, indem die Würfel um gekühlte Stifte herum Schicht für Schicht von innen nach außen erstarren. Zum Schluss werden die Näpfe beziehungsweise Stifte kurz erhitzt, damit die Eiswürfel abfallen. Meist könnte man eine Einbuchtung in der Mitte dieser Eiswürfel erkennen. Es gibt aber auch Eiswürfelmaschinen, die „echte“ Volleiswürfel ohne Eintrübungen herstellen können, zum Beispiel von den Herstellern Hoshizaki bzw. Kold-Draft.

Bei der Herstellung im Gefrierfach entstehen Lufteinschlüsse und Eintrübungen, weil die Wasseroberfläche & die Seiten gleichzeitig gefrieren & so die Luft systematisch in die Mitte sowie zum Boden des Eiswürfels verdrängt wird. Dort würde sie schließlich in kleinen Blasen eingeschlossen, die als weiße Stellen im sonst klaren Eiswürfel zu erkennen wären.

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