Gasflaschen für den Gasgrill – Größe, Kosten und Füllung

Es gibt drei hauptsächliche Grillmethoden. Neben dem noch immer besonders beliebten Holzkohlegrill gibt es auch die Optionen, elektrisch oder mit Gas zu grillen. Vorbehalte gegenüber dem Gasgrill sind dabei unangebracht, wenn man auf ein paar Aspekte achtet. Gasgrills sind sicher, sauber und zuverlässig. Außerdem brauchen sie keinen Stromanschluss und erzeugen keine heiße Asche, die bekanntlich ein Entsorgungsproblem darstellt. Diese Dinge muss man über die Gasflaschen für den Gasgrill wissen.

Wo bekomme ich Gas zum Grillen?

Gas zum Grillen bekommt man in vielen Baumärkten, einigen Gartencentern sowie im Baustoffhandel. Darüber hinaus gibt es in allen Regionen Händler, die sich auf Brennstoffe spezialisiert haben. Die meisten bieten auch Flaschengas an, das man abholen oder sich liefern lassen kann.

Gibt es unterschiedliche Flaschengrößen?


Handelsüblich sind bei Gasflaschen die Volumina 5, 11 und 33 Kilogramm. Für den Hausgebrauch beziehungsweise für den Hobby-Griller sind allerdings nur 5 und 11 Kilogramm als Gasflaschen für den Gasgrill interessant. Darüber hinaus gibt es mit dem sogenannten Grillgas noch eine Flasche mit 8 Kilogramm Volumen.

Warum haben die Gasflaschen verschiedene Farben?

Das Farbsystem bei Gasflaschen ist bereits recht alt, daher kennen es langjährige Nutzer aus dem FF. Während man graue Flaschen kaufen kann, handelt es sich bei roten Flaschen und Leihbehälter. Diese werden deutlich häufiger genutzt, da das Pfandsystem praktisch und einleuchtend ist. Analog zum Getränkemarkt bringt man eine leere Pfandflasche zurück zum Händler, wo man diese gegen eine neue Flasche austauschen kann. Der Pfandbetrag für die Flaschen wird dabei gegeneinander verrechnet.

Gasflaschen für den Gasgrill

Welches Gas nimmt man eigentlich zum Grillen?

Zum Grillen werden zwei verschiedene Gas-Sorten angeboten: Propangas und Butangas. In beiden Fällen handelt es sich um Kohlenwasserstoffe, die sich also aus Kohlenstoff und Wasserstoff zusammensetzen. Der Unterschied liegt in der genauen Formulierung – und in den jeweiligen Eigenschaften. Propangas besitzt einen höheren Brennwert und kann noch bei Temperaturen bis minus 30 Grad genutzt werden.

Butangas hingegen ist ab dem Gefrierpunkt flüssig und eignet sich nicht mehr zum Grillen. Trotzdem weist Butan einige besondere Eigenschaften auf, die es im Sommerhalbjahr zu einem interessanten Brennstoff machen. An der Tankstelle bekommt man für sein gasbetriebenes Auto im Sommer ein Gasgemisch mit höherem Butan-Anteil, während es im Winter vordergründig aus Propangas besteht. Beim Grillen sind diese Unterschiede allerdings kaum relevant. Propangas gilt als das beste Gas für den heimischen Grill – ganzjährig.

Ist der Transport der Gasflaschen gefährlich?

Ein Transport von Gasflaschen kann gefährlich sein, wenn man einige wichtige Dinge missachtet. So muss man einerseits darauf achten, dass die Gasflasche während der Fahrt gut gesichert ist. Andernfalls kann sie zum Beispiel beim plötzlichen Bremsen zu einem regelrechten Geschoss werden. Das hat allerdings mit ihrem Eigengewicht zu tun, nicht mit ihrer Füllung.

Während des Transportes müssen die Ventile der Gasflasche unbedingt gesichert und vollständig geschlossen sein, damit kein Gas entweichen kann. Eine Schutzkappe bietet hier zusätzliche Sicherheit. Trotzdem ist es ratsam, beim Transport von Gasflaschen auf das Rauchen zu verzichten.

Die Gasflasche sollte man nicht länger als notwendig im Fahrzeug belassen und vor Temperaturen von mehr als 50 Grad schützen. Hier gilt also die Regel, die man auch von Spraydosen kennt.

Gasbetriebene Fahrzeuge besitzen übrigens speziell gesicherte Tanks, da sich hier eine Hitzeeinwirkung an hochsommerlichen Tagen bekanntlich nicht immer vermeiden lässt.

Wie kann ich die Gasflasche an den Grill anschließen?

Ein Gasgrill besitzt standardmäßig einen Gasschlauch in oranger Farbe, an den ein Niederdruckregler angeschlossen ist. Dieser dient zum Anschluss der Gasflasche. Dafür entfernt man die Schutzkappe sowie die meist schwarze Ventilkappe. Hier kann der Niederdruckregler nun verschraubt werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass beide Teile sicher miteinander verbunden werden. Das Gewinde muss gleichmäßig aufgeschraubt werden, ohne dass sich etwas verkantet.

Nur so ist die Sicherheit gewährleistet. Mit einem speziellen Spray führt man nun noch einen Leckagetest durch: Es wird auf alle Verbindungsstellen gesprüht. Wenn sich an einer Stelle noch Blasen bilden, strömt hier Gas aus. Wenn dennoch alle Teile ordnungsgemäß verbunden sind, darf man den Grill nicht in Betrieb nehmen. Dann liegt ein Defekt vor, der eventuell gefährlich werden kann.

Wenn alles passt, kann das Ventil an der Gasflasche nun geöffnet und der Grill entzündet werden. Die Gasflasche muss sich während des Grillens an der durch den Grillhersteller vorgesehenen Stelle befinden. So wird garantiert, dass sie sicher steht und nicht zu viel Hitze durch den Grill abbekommt. Am Ende des Grillens dreht man in der Regel erst das Gas an der Gasflasche ab, dann wird der eigentliche Grill heruntergeregelt.

Auch eine während des Grillens leer gewordene Gasflasche muss unbedingt vollständig zugedreht werden, bevor man sie abnimmt und durch eine volle Gasflasche ersetzt.

Was ist denn BBQ- oder Grillgas?

Wie bereits beschrieben, sehen die Hersteller von Gasgrills besondere Plätze für die Gasflaschen vor. Je nach Bauart des Grills eignen sich diese allerdings nicht für die handelsüblichen Formate der Gasflaschen für den Gasgrill. Daher hat man mit der 8kg-Flasche einen neuen Standard geschaffen, der speziell für Gasgrills genutzt wird.

Dies sehen einige Griller kritisch, da diese Produkte meistens teurer sind als die regulären Gasflaschen. Außerdem kann man sie nicht überall dort bekommen, wo man ansonsten sein Gas kaufen kann.

Es bietet sich also an, bereits beim Kauf des Gasgrills darauf zu achten, welche Gasflaschen man dafür benötigt. Alternativ kann man natürlich im Vorfeld recherchieren, ob es Anbieter für BBQ- beziehungsweise Grillgas in der Gegend gibt. Dann hat man später keinen Ärger, bevor es mit dem eigentlichen Grillvergnügen losgeht.

Christina Koch

Schon viele Jahre beschäftige ich mich mit dem Thema Sport und gesunde Ernährung. Da durfte das Thema Kochen natürlich nicht fehlen. Diesen Blog habe ich als Sammlung für Rezepte gestartet. Dazu gebe ich Euch viele Ratschläge zu häufig gestellten Fragen zum Thema Kochen und backen, Küchenmaschinen und Kochgeräten. Außerdem findet ihr die neuesten Trends zum Thema Ernährung, Küche & Lifestyle.

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