Hackbrett für die Küche

In keiner Küche darf ein Brett fehlen, auf dem Lebensmittel geschnitten oder gehackt werden können. Meistens werden diese Bretter beim Aufzählen der verschiedenen Küchengeräte und Küchenhelfer vergessen, dabei sind sie, im Gegensatz zu vielen anderen Gerätschaften, wirklich unersetzlich. Ein Hackbrett ist dabei eine besondere Art eines Schneidebrettes, die sich noch besser und vielfältiger einsetzen lässt.

Warum brauche ich ein Hackbrett als Schneidebrett in der Küche?

Schneidebretter für die Küche gibt es in den verschiedensten Varianten und aus diversen Materialien. Klassisch sind natürlich Schneidebretter aus Holz, längst haben sich parallel dazu aber auch Bretter aus Kunststoff durchgesetzt. Eine Gemeinsamkeit von beiden ist die Tatsache, dass sie Schnitten mit dem Messer oder anderem Kochwerkzeug problemlos widerstehen können. Bei Kunststoffbrettern kann man die Rillen allerdings meistens deutlicher erkennen, da nur Holz als natürliches Material entsprechende Materialverletzungen rasch wieder verschließt.

Die besondere Eigenschaft eines Hackbrettes liegt darin, dass selbiges vergleichsweise dick und schwer ist. Auch wenn man also mit großen Kräften auf das entsprechende Lebensmittel einwirkt, zum Beispiel mit dem Beil oder einem Fleischklopfer, gibt das Hackbrett nicht nach oder wandert über die Arbeitsfläche. Dies erlaubt daher deutlich mehr verschiedene Zubereitungsmethoden. Da das Hackbrett ein gewisses Gewicht aufweisen muss, wird es in der Regel immer aus Holz hergestellt.

Ist ein Schneidebrett mit Anschlagkante sinnvoll?

Ein Schneidebrett mit Anschlagkante (auch als Anlegekante bezeichnet) ist an einer seiner Seiten angewinkelt. Der kleine Schenkel an dieser Seite erlaubt es, das Hackbrett etwa an der Rückwand oder an der Vorderkante der Arbeitsfläche stabil anzulegen, um noch besser und präziser arbeiten zu können.

Außerdem dient diese Anschlagkante, neben der bei vielen Hack- und Schneidebrettern vorhandenen umlaufenden Rinne, als nützliches Utensil, um Hack- oder Schnittgut auf dem Brett zusammen zu ziehen und umzufüllen.

Eine solche Anschlagkante findet man allerdings zumeist nur bei Hackbrettern ab einer gewissen Größe. Beim Reinigen kann sie eine zusätzliche Herausforderung darstellen, weil sie das Handling des Brettes beeinflusst. Ansonsten sind allerdings nur Vorteile zu nennen.

Wie unterscheiden sich Hackbretter?

Hackbretter gibt es in verschiedenen Ausführungen. Unterschieden wird hier vor allem in

  • der Materialstärke (also der Dicke des Brettes)
  • der Größe beziehungsweise dem Format
  • der Ausführung mit oder ohne Saftrille
  • der Ausführung mit oder ohne Anschlagkante
  • der Ausführung mit einer oder mehreren Auffangschalen
  • der normalen Ausführung oder der Variante aus Hirn- beziehungsweise Kopfholz.

Bei dem zuletzt genannten Punkt ist gemeint, ob man die Maserung auf dem Hackbrett erkennen kann (diese also seitlich verläuft) oder ob die Maserung von oben nach unten führt, man also quasi auf dem Kopf des Brettes arbeitet. Bretter aus diesem sogenannten Kopfholz werden in der Regel aus vielen Segmenten zusammengesetzt. Sie gelten als extrem robust und langlebig, außerdem bleiben Schnitte auf einem solchen Hackbrett nahezu unsichtbar. Aus diesen Gründen werden auch in der Gastronomie zumeist Bretter aus Kopfholz verwendet.

Warum ein klassisches Schneidebrett aus Holz?

Bereits seit Urzeiten ist Holz der vorherrschende Werkstoff, wenn es um Interieur und Küchenhelfer geht. Man kann davon ausgehen, dass Menschen bereits vor Jahrtausenden auf hölzernen Brettern ihre Lebensmittel zerkleinert haben.

Heute hat sich die Qualität der Schneidebretter aus Holz deutlich verbessert, außerdem hat man sie etwa um die erwähnte Anschlagkante oder die Saftrille erweitert. Das Grundprinzip ist allerdings identisch geblieben: Holz ist ein robuster, stabiler und langlebiger Werkstoff, der außerdem äußerst hygienisch ist. Natürlich muss ein Schneidebrett aus Holz nach dem Gebrauch gereinigt werden. Das Holz selbst enthält aber bestimmte Stoffe, die antibakteriell und antimykotisch wirken. So haben Bakterien und Pilze nahezu keine Chance, sich im hölzernen Schneidebrett anzusiedeln.

Brauche ich ein Hackbrett mit Auffangschalen?

Vor allem die großflächigen Hackbretter können mit einer oder mehreren Auffangschalen ausgestattet sein. Diese bestehen in der Regel aus rostfreiem Edelstahl und sind wie Schubladen in das Brett selbst integriert. Wenn ein Lebensmittel fertig zerkleinert ist, kann die Schublade einfach so weit herausgezogen werden, dass man alles hineinschieben kann. Sofern das Schneidebrett mehrere dieser Auffangschalen besitzt, kann die zuerst befüllte Schale auch wieder eingeschoben werden, um sich dann einer weiteren Zutat zuzuwenden. Auf diese Weise wird die Arbeit deutlich vereinfacht.

Ob ein Schneidebrett mit Auffangschalen deshalb als notwendig erachtet wird, muss jeder für sich selbst beantworten. In der Profiküche oder dort, wo oft und viel gekocht wird, kann ein Schneidebrett mit Auffangschale aber eine deutliche Zeitersparnis sein und die Abläufe in der Küche deutlich beschleunigen.

Ist Kunststoff für ein Schneidebrett in Küchen sinnvoll?

Kunststoff wurde vor einigen Jahrzehnten als geradezu revolutionäres Material auch für die Küche erkannt. Immerhin lässt sich dieses Material noch besser in jede erdenkliche Form bringen. Außerdem sind viele Arten von Kunststoff lebensmittelecht, daher werden sie auch als Verpackung von zahlreichen Lebensmitteln genutzt.

In der Küche findet man nicht nur Schüsseln und Kochlöffel aus Kunststoff, sondern auch Schneidebretter. Diese sind deutlich leichter als Hackbretter aus Holz, lassen sich dadurch aber auch besser reinigen und sind zudem vollkommen spülmaschinenfest – im Gegensatz zu Hack- und Schneidebrettern aus Holz.

Allerdings hinterlassen viele Schnitte deutliche Spuren im Material, die sich nicht mehr beseitigen lassen. In Bezug auf die Hygiene wurde außerdem festgestellt, dass Kunststoffbretter nicht mit Holzbrettern mithalten können – auch wenn dies eigentlich naheliegend wäre.

Kunststoffschneidebretter sind also eine gute Ergänzung zu Holzbrettern, da sie sich einfach handhaben lassen und nach dem Schneiden in der Spülmaschine gründlich gereinigt werden können. Eine komplette Alternative zu hölzernen Schneidebrettern stellen sie allerdings nicht dar.

Hackbrett
Hackbrett

Fazit: Hält ein Hackbrett aus Kunststoff im Vergleich von Schneidebrettern stand?

Hackbretter für die Küche werden nahezu immer aus Holz gefertigt, was gute Gründe hat. Holz ist hygienischer, optisch attraktiver und bleibt auch nach vielen Schnitten weiterhin ansehnlich.

Trotzdem haben Schneidebretter aus Kunststoff durch die einfache Handhabung und die Spülmaschinentauglichkeit ihre klaren Vorteile. Möchte man allerdings ein dickes, stabiles Hackbrett für die Küche aus Kunststoff erwerben, das sich auch für Arbeiten mit Fleischklopfer und ähnlichem Gerät eignet, so muss man danach recht lange suchen.

Einige wenige Hersteller bieten tatsächlich Hackbretter aus Kunststoff an. In der Gastronomie und anderen Großküchen kann es tatsächlich sinnvoll sein, auch Hackbretter aus Kunststoff zu nutzen – insbesondere dann, wenn besonders dominante Lebensmittel wie Knoblauch oder Fisch darauf zubereitet werden. Nach der Zubereitung kommt das Hackbrett dann in die Spülmaschine und der Arbeitsplatz ist wieder hygienisch sauber.

Christina Koch

Schon viele Jahre beschäftige ich mich mit dem Thema Sport und gesunde Ernährung. Da durfte das Thema Kochen natürlich nicht fehlen. Diesen Blog habe ich als Sammlung für Rezepte gestartet. Dazu gebe ich Euch viele Ratschläge zu häufig gestellten Fragen zum Thema Kochen und backen, Küchenmaschinen und Kochgeräten. Außerdem findet ihr die neuesten Trends zum Thema Ernährung, Küche & Lifestyle.

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