Quirl aus Holz oder Kunststoff

Was ist ein Quirl?

Ein Quirl ist ein Küchenutensil zum Mischen von Teig, zum Aufschlagen bzw. Vermischen von Flüssigkeiten & zum Beseitigen von Klümpchen. Heute gibt es neben dem Quirl aus  Holz ebenfalls Quirle aus Kunststoff bzw. mit Draht- oder Kunststoffkopf.

Der Name leitet sich von dem Astquirl ab. Früher wurde ein Quirl oft aus einem geschälten Ast einer Tanne bzw. Fichte gefertigt. Heute gibt es neben Quirlen aus – meist gefrästem – Holz ebenfalls Quirle aus Kunststoff bzw. mit Draht- oder Kunststoffkopf.

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Was macht man mit einem Quirl?

Beim Quirlen werden Flüssigkeiten mit Zutaten verwirbelt und gut durchmischt. Lockere Mahlzeiten werden zerkleinert & sämig gemacht. Klümpchenbildung, wie sie zum Beispiel bei dem Rühren mit einem Löffel entsteht, könnte dabei weitgehend vermieden werden. Die Konsistenz der fertigen Speise hängt von der Art der Zutaten und der Geschwindigkeit des Quirlens ab. Zum Erzeugen einer Drehbewegung des unten liegenden Kopfes wird der Stab des Quirls zwischen den gestreckten Handflächen gehalten & diese nach Möglichkeit schnell relativ zueinander vor sowie zurück bewegt.

Weil Holz ein schlechter Wärmeleiter ist, könnte man Quirle auch zum Rühren heißer Speisen benutzen. Außer zum Mischen von Flüssigkeiten verwendet man Quirle ebenfalls zum Herstellen von Teigen, zum Beispiel für Kuchen oder für Klöße.

Wie funktioniert ein Quirl?

Manche Quirle weisen am Kopf eine kugelige Ausformung beziehungsweise einen kleinen axialen Fortsatz auf, der unten an der Gefäßwand aufstehen kann, das Gewicht des Quirls trägt, die Rotationsachse zu stabilisieren hilft sowie darüber hinaus führt, dass der Quirl nahe dem Gefäßboden wirkt.

Die Rotation des Quirls bewirkt zweierlei:

Die Mitnahme des Gemenges über Scherspannung sowie die Viskosität der Flüssigkeit, sichtbar an der graduellen Rotation mehr beziehungsweise weniger großer Teile des Gefäßinhalts im Drehsinn des Quirls.
Sowie über radiale Fliehkraft – vermittelt durch Massenträgheit – einen Transport der Mischung in der Tiefe des Quirls nach außen hin zum Zylindermantel des Gefäßes, an dieser Gefäßwandung hoch & an der Oberfläche wieder zurück hin zur Quirlachse.

Diese toroidale Strömung ist von Rotation überlagert, hält von der Gefäßwandung durch Viskosität etwas Abstand und wäre an der Flüssigkeitsoberfläche (an Partikeln) erkennbar an der Rückströmung zur Quirlachse & eventuell einer gewissen Senkung des Flüssigkeitsspiegels ganz nahe am Quirlstab. Ähnlich funktionieren Kreiselpumpe sowie Radialverdichter.

Gut geformte Quirle könnten alleine durch – langsames – Drehen im scharfen Wasserstrahl gereinigt werden, bevor das Quirlgut eintrocknet. Kinder lieben es mitunter süßen Teig von einem Quirl unter Mithilfe von Fingern abzuschlecken.

Rührgerät oder Mixer statt Quirl?

Meist kommen derzeit elektrisch betriebene Rührgeräte zum Einsatz. Vorzugsweise Handrührgeräte, ebenfalls als Handmixer bezeichnet, mit zwei abnehmbaren Quirlen (Rührbesen), aber außerdem beispielsweise Küchenmaschinen.

Bei Standmixern und Pürierstäben übernehmen rotierende Messer das Verquirlen der Flüssigkeiten. Diese dienen neben dem reinen Mischen außerdem der Zerkleinerung (Pürieren), wenn Drehzahl & Leistung der Apparaturen fernerhin ausreichen. Zu Pürierstäben gibt es des weiteren Quirle beziehungsweise Rührbesen als aufsteckbare Zubehörteile. Die meisten dieser Küchengeräte besitzen Metallquirle.

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