Sechs Tipps gegen die Lebensmittelverschwendung

Jedes Jahr werden mehrere Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Das ist umso dramatischer, wenn man bedenkt, dass die Ressourcen auf unserem Planeten begrenzt sind – und es viele Menschen gibt, die Hunger leiden. Ein Grossteil betrifft Lebensmittel in Restaurants, Hotels und Supermärkten. Doch auch in Privathaushalten landet noch immer viel zu viel Essen im Müll. Dabei ist es gar nicht so schwer, die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren – mit den folgenden fünf Tipps.

Tipp #1: Einkaufslisten schreiben

Wer schon einmal hungrig einkaufen gegangen ist, der weiss, dass das Risiko gross ist, viel zu viel zu kaufen. Der Hunger sorgt dafür, dass vor allem die typischen Dickmacher im Einkaufswagen landen. Der Körper erhofft sich so eine schnelle Bereitstellung von Energie. Dies führt allerdings nicht nur dazu, dass wir auf Dauer zunehmen, es begünstigt auch die Lebensmittelverschwendung. Oft ist dann nämlich das Auge grösser gewesen als der Magen und es ist kaum möglich, alles rechtzeitig aufzuessen. Eine gute Lösung für dieses Problem ist es, die Einkäufe sorgfältiger zu planen. Überlege dir vorher, was du in den nächsten Tagen essen möchtest und was du dafür benötigst. Schreibe alle Zutaten auf eine Einkaufsliste. So vergisst du nichts Wichtiges und schaffst es gleichzeitig, nicht zu viel zu kaufen. Das eine oder andere Extra kann natürlich trotzdem im Einkaufswagen landen – sofern du sicher weisst, dass du es vor dem Verderben aufessen wirst.

Tipp #2: Kochboxen nutzen

Kochboxen sind eine praktische Lösung, um gegen die Lebensmittelverschwendung vorzugehen. Bei dem Anbieter HelloFresh wählt man vorab die Rezepte aus, die man kochen möchte. Anschliessend erhält man eine Kochbox mit den passenden Zutaten – aufs Gramm genau. So bleiben keine Reste übrig, für die man sich etwas überlegen muss: Jede Zutat wird verwertet. Ausserdem kann man vor jeder Lieferung überlegen, ob man drei, vier oder fünf Gerichte pro Woche zubereiten möchte. Weiss man also, dass man weniger Zeit haben wird, um selbst zu kochen – kein Problem. Es werden schlichtweg weniger Zutaten geliefert, die man verbrauchen muss.

Tipp #3: Überreifes Obst verwerten

Vor allem an heissen Tagen ist es manchmal gar nicht so einfach, Obst rechtzeitig zu verwerten. Schafft man es nicht, bekommen die Früchte braune Stellen, werden mehlig oder matschig. Schön sehen sie dann nicht mehr aus. Das ist aber gar kein Problem – es gibt immer noch viele Möglichkeiten, das Obst zu verwerten! Die einfachste ist es, sich einfach einen frischen, vitaminhaltigen Smoothie zuzubereiten. Dieser Bananen-Smoothie mit Haferflocken eignet sich zum Beispiel besonders gut zum Frühstück. Bananen lassen sich übrigens auch wunderbar einfrieren. Zusammen mit etwas Nussmus, Pflanzenmilch und Zimt wird daraus – wenn man das Gemisch im Mixer püriert – eine leckere vegane Eiscreme. Wer möchte, kann auch noch etwas Zucker oder Agavensirup hinzufügen. Eigentlich kommt das Rezept wegen der Banane aber auch vollkommen ohne zusätzliche Süsse aus. Das Gleiche kann man im Übrigen auch mit Gemüse machen. Im Mixer püriert wird es zu einer leckeren kalten Sommer-Suppe, die man bei Bedarf auch einfach im Topf erhitzen kann.

Tipp #4: Angebote nutzen – aber nur wenn Einlagern möglich ist

„Zwei zum Preis von drei“ oder saftige Rabatte für bestimmte Artikel können sich finanziell lohnen. Vor allem, wer beim Einkauf auf ein bestimmtes Budget festgelegt ist, kann auf diese Weise ordentlich sparen. Das lohnt sich allerdings nur, wenn anschliessend nicht die Hälfte der Lebensmittel weggeworfen werden muss. Achte also bei Angeboten darauf, wirklich nur zuzuschlagen, wenn du alles verwerten kannst. Das geht zum einen gut bei Lebensmitteln, die lange lagerungsfähig sind – Nudeln, Reis oder Hirse zum Beispiel. Zum anderen kannst du manche Lebensmittel auch durch Einfrieren, Einlegen oder Einkochen haltbar machen Dadurch entstehen teilweise ganz neue Geschmacksnuancen, die die Küche bereichern und interessanter machen.

Tipp #5: Lebensmittel richtig lagern

Durch die richtige Lagerung sind Nahrungsmittel auch im unverarbeiteten Zustand viel länger haltbar. Linsen, Couscous, Nudeln oder Öl sollten zum Beispiel an einem trockenen und möglichst dunklen Ort aufbewahrt werden – im Vorratsschrank oder im Keller zum Beispiel. Salate und Gemüse werden weniger schnell welk, wenn sie im Gemüsefach des Kühlschrankes gelagert werden. Sind sie beim Kauf in Plastik verpackt, wird dieses am besten direkt beim Auspacken entfernt. Andernfalls kann das Gemüse in der Verpackung „schwitzen“ und es entsteht schneller Schimmel. Noch besser ist es natürlich, Gemüse von vornherein unverpackt zu kaufen und Plastik zu sparen. Salat kann man zusätzlich in ein feuchtes Tuch einwickeln, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen – so bleibt er länger frisch und knackig.

Tipp #6: Essen vor der Tonne retten

Vor allem in Supermärkten wird oft unnötig viel weggeworfen – beispielsweise, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist. Ganz Hartgesottene klettern nachts über den Zaun und holen sich die Lebensmittel aus dem Müll. Auch wenn der Gedanke nachvollziehbar scheint, handelt es sich genaugenommen um Diebstahl. Doch es gibt mittlerweile viele legale Möglichkeiten, um Lebensmittel zu retten. Die Plattform „Foodsharing“ ermöglicht es angemeldeten Mitgliedern, übriggebliebene Nahrungsmittel bei Supermärkten abzuholen und weiterzuverteilen. Aktuell sind es vor allem Bio-Märkte, die mit dem Projekt zusammenarbeiten. Über die App „ToGoodToGo“ können Lebensmittel oder fertige Gerichte sogar von jedem Nutzer der App von Restaurants und Supermärkten abgeholt werden.

Christina Koch

Christina Koch ist eine passionierte Köchin und Bäckerin, deren Wurzeln tief in einer Familientradition dieser Künste verankert sind. Mit 54 Jahren hat sie sich durch ihre bemerkenswerte Erfahrung und ihr… More »

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