Wasserkessel

Ein Wasserkessel beziehungsweise Caldor (mit Dampfpfeife versehen ebenfalls als Pfeifkessel beziehungsweise Flötenkessel bezeichnet) dient dem Erhitzen von Wasser – zum Siedepunkt, unter anderem für die Zubereitung von Tee, Kaffee sowie Instant-Brühe. Wasserkessel mit Dampfpfeife wären in Europa seit dem 17./18. Jahrhundert bekannt.

Ausführungen und Funktionsweise

Wasserkessel gibt es in unterschiedlichen Größen, die an den Einsatzzweck angepasst sind. Leichte Kessel aus Aluminium für den Einsatz bei dem Zelten sowie Wandern haben ein Fassungsvermögen von rund 0,5 – etwa 2,5 Liter.[1] Ein durchschnittlicher Wasserkessel für den Heimgebrauch fasst etwa zwei Liter Wasser & besteht aus Edelstahl, Aluminium, Kupfer bzw. (emailliertem) Stahlblech.

Die Kessel werden im Kontrast zu elektrischen Wasserkochern mit Hitze von außen auf einem Kochherd, mobilen Kocher beziehungsweise ebenfalls auf offenem Feuer betrieben. Für die schnelle Erhitzung des Wassers haben einige Wasserkessel im Kontrast zu modernen Kochtöpfen mit Mehrschichtboden dünn ausgearbeitete Böden, um beim Einsatz auf dem Herd den Kontakt zur Hitzequelle (Kochplatte beziehungsweise offene Flamme) zu verbessern.

Manche Wasserkessel für den Gebrauch in der Küche haben eine auf die Schnaupe aufsetzbare Dampfpfeife, die durch ausströmenden Wasserdampf mit einem Pfeifton signalisiert, dass das Wasser im Kessel den Siedepunkt erreicht hat. Bei solchen Kesseln, die häufig keinen Deckel haben sowie nur direkt über die Schnaupe befüllt werden können, könnte der Wasserdampf nicht über Ritzen entweichen. Diese einem Schnellkochtopf vergleichbare Bauweise ermöglicht eine rasche sowie energieeffiziente Erhitzung. Pfeifkessel mit obenliegenden Einfüllöffnungen haben einen fest schließenden Deckel, um den für das Funktionieren der Dampfpfeife erforderlichen Druckaufbau zu garantieren.

Eine besondere Form des Wasserkessels für den mobilen Einsatz im Freien mit offenem Feuer wäre der aus Irland stammende Kelly Kettle.

Quelle: Globetrotter Ausrüstung – Handbuch 2013

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