Welcher Wein zum Kochen?

Weine sind nicht nur tolle Begleiter zu gutem Essen, sondern auch eine spannende Kochzutat. Zahlreiche Speisen lassen sich beim Kochen durch die wohldosierte Zugabe von Wein unterstützen. Natürlich gilt es dabei, einige Grundregeln zu beachten.

Kochen mit Wein: Das muss man wissen

„Man gebe die Hälfte des Weines in die Pfanne und die andere Hälfte in den Koch.“ Diese Empfehlung bringt Hobbyköche wie Profis zum Schmunzeln, ist aber nur bedingt richtig.
Erstens: Natürlich darf man sich bereits beim Kochen einen guten Tropfen gönnen. Mit steigendem Alkoholpegel sinkt aber meist die gebotene Aufmerksamkeit für das Kochen, daher ist eine gewisse Zurückhaltung geboten.

Dafür ist bei der Wahl des Kochweines, abhängig vom zuzubereitenden Gericht, durchaus etwas mehr Mut erlaubt. Der Billigwein, der bereits seit Jahren im Keller steht, wird nicht umsonst gerne mit Essig verglichen: Bei manchem Gericht, das man alternativ mit Essig oder Zitronensaft anreichern würde, kann der Wein mit seiner Säure durchaus noch überzeugen. Das Problem liegt eher darin, dass man zum Kochen meistens nur einen kleinen Schluck benötigt. Schade, wenn sich der Rest als untrinkbar erweist…

Prinzipiell gilt:

Leichte, fruchtige Weine bereichern das Essen mit einer ebensolchen Säure. Auch hier ist also Zurückhaltung bei Essig oder Zitrone geboten. Rotweine hingegen verleihen dem Essen eine kraftvolle Bitterkeit. Wenn man diese nicht wünscht, lässt sie sich mit Sahne oder Butter abfangen, sodass die Fruchtaromen angenehm hervortreten.
Je länger ein Gericht zubereitet wird, desto mehr treten die Bitternoten des Weines hervor.

Aus diesem Grunde sollte einerseits beachtet werden, dass ein Wein nicht länger als notwendig mitgekocht wird (sofern die bittere Note nicht explizit gewünscht wird). Andererseits kann ein besonders edler Rotwein bei langer Garzeit an Charakter verlieren. Er sollte also lieber ins Glas gefüllt und zum Essen gereicht werden.

Weißwein und Käse: Auch beim Kochen ein perfektes Duo

Es gibt zahlreiche Käsesorten, die sich in Topf oder Pfanne perfekt zu leckeren Saucen verarbeiten lassen. Dies gilt zum Beispiel für viele Weichkäse- und Schimmelkäsearten. Käse wie Danablue, Stilton, Bavaria Blue oder Gorgonzola entwickeln durch die Hitzezufuhr allerdings recht strenge Aromen. Gibt man einen Schuss säuerlichen Weißwein hinzu, werden diese aber perfekt aufgefangen. Das Ergebnis? Perfekt!

Den gleichen Wein in den Topf wie ins Glas?

Dies ist ein Stück weit Geschmackssache. Am ehesten kann man sich an dieses Prinzip bei Rohkost halten, also beispielsweise beim Salat. Wird der Wein nur kurz mitgegart, darf es ebenfalls gerne der spätere Tafelwein sein.
Ansonsten darf es beim Kochen auch ein etwas preiswerterer Wein sein (insbesondere dann, wenn besonders viel benötigt wird). Wird später ein Wein dazu gereicht, sollte dieser zumindest in groben Zügen mit dem Kochwein vergleichbar sein, also ähnlich sauer oder süß, ähnlich herb oder fruchtig und ähnlich leicht oder schwer.

Christina Koch

Schon viele Jahre beschäftige ich mich mit dem Thema Sport und gesunde Ernährung. Da durfte das Thema Kochen natürlich nicht fehlen. Diesen Blog habe ich als Sammlung für Rezepte gestartet. Dazu gebe ich Euch viele Ratschläge zu häufig gestellten Fragen zum Thema Kochen und backen, Küchenmaschinen und Kochgeräten. Außerdem findet ihr die neuesten Trends zum Thema Ernährung, Küche & Lifestyle.
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