Bain-Marie – Wasserbad-Topf

Das (ebenfalls die) Bain-Marie (französisch für Marienbad, Wasserbad) wäre ein in der Gastronomie verwendetes Küchenutensil zum Warmhalten von Mahlzeiten.

Das Bain-Marie, früher ebenfalls balneum Mariae genannt, wäre ein beheizbares Wasserbecken, in dem Schöpfgerichte warmgehalten werden. Sie verfügt meist über Zu- & Ablauf sowie ist als Gas- wie auch als elektrisch betriebenes Gerät verbreitet.

Wie funktioniert ein Bain-Marie Topf

Das Wasserbad verteilt die Wärme in der Speise, das Gericht könnte aber nicht anbrennen, weil prinzipbedingt keine Temperaturen über 100 °C, dem Siedepunkt des Wassers, erreicht werden. Der nach dem gleichen Prinzip wirkende Simmertopf wäre im Gegensatz hierzu ein einteiliges Küchengerät.

Die in der Gastronomie verwendeten Gastronorm-Behälter mit Wasserbad & elektrischer beziehungsweise Gas- oder Spiritusbefeuerung werden als Chafing-Dish bezeichnet.

Zum Einsatz kommen Bain-Maries in der Speisenausgabe als Heizung der heißen Theke. In der Küche würde das Wasserbad auch zur Erwärmung empfindlicher Speisen benutzt, z. B. zum Schmelzen von Schokolade.

In der Chemie gibt es eine ähnliche Apparatur unter dem lateinischen Namen balneum mariae.

Der Marientopf

Im Tischlergewerbe findet sich der „Marientopf“ als doppelwandiges Wasserbad zum Warmhalten des Knochenleims.

Die Erfindung wie ebenfalls der Name gehen angeblich auf Maria die Jüdin zurück, die zwischen dem 1. sowie 3. Jahrhundert in Alexandria lebte sowie einen doppelwandigen Wassertopf (Simmertopf) zum langsamen Erwärmen von Substanzen entwickelt haben soll. Diese Annahme beruht jedoch auf einer Verwechslung, da Maria in ihren alchemistischen Schriften verschiedene Apparate und Öfen beschreibt, darunter befindet sich aber ausgerechnet kein Wasserbad. Das Wasserbad soll aber schon Jahrhunderte zuvor bekannt gewesen sein, da diese Vorrichtung schon von Theophrast und Hippokrates erwähnt wird.

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