Römertopf – Gesund garen & schmorren

Ein Römertopf ist ein Topf aus Ton, meistens mit einem Deckel aus gleichem Material ausgestattet. Die Zubereitung der Speisen erfolgt im Backofen. Er wurde in der deutschen Küche hauptsächlich in den 1970er und 1980er Jahren populär. Die als Gattungsname verwendete Bezeichnung Römertopf ist eine eingetragene Marke des Herstellers Römertopf Keramik.

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In Ländern aller Welt wird das Kochen mit dem Römertopf geschätzt. So finden wir ihn in Japan, Bulgarien, Nordafrika und sogar bei uns zuhause vor. Dabei sieht ja so ein Römertopf nicht sonderlich interessant aus: Mein erster Gedanke damals war „Blumentopf?“. Doch jetzt, wo ich auch gerade meine Küche neu einrichte, lerne ich so einen Römertopf immer schätzen.

Warum fragst Du Dich? Nun das liegt an der Beschaffenheit und an den Besonderheiten, die so ein Tontopf mit sich bringt. Was auf den ersten Blick nicht nach viel wirkt, hat viele positive Eigenschaften, welche wir in unserer alltäglichen Küche gar nicht vorfinden würden.

Blumentopf ist übrigens auch ein tolles Stichwort, denn der Entwickler des Römertopfes, Franz Peter Münch, war eigentlich mit der Herstellung von Blumentöpfen aus Naturmaterialien beschäftigt. Nachdem er dort ein Hähnchen zubereite, musste die Idee an die Mehrheit gegeben werden, sodass 1967 die Konsumgütermesse als erstes Zeuge des großen Erfolges der Römertopfes wurde.

Video: Brot backen ohne kneten im Römertopf

Was ist das Besondere am Römertopf?

Der Römertopf besteht zumeist aus Naturton. Aufgrund des natürlichen Materials, lassen sich Gerichten unheimlich schonend zubereiten. Insbesondere Gerichte, welche man Garen möchte, lassen sich so zu einem kleinen Meisterwerk verarbeiten. Der Topf schützt den Eigengeschmack der eingeworfenen Zutaten.

Außerdem bleiben die Lebensmittel voller Vitamine und Mineralien und verlieren kaum an Saft, sodass man nicht die Hälfte des Gerichtes „weg brät“. Obendrein ermöglicht der Römertopf fettreduziertes Kochen, was insbesondere bei einer bewussten Ernährung eine wichtige Rolle spielt. Dabei ist die Erfindung des Tontopfes beim Kochen gar nicht mal so neu.

Dabei handelt es sich eher um eine uralte Tradition, welche bereits Generationen vor uns angewandt haben. Die ersten Kochgefäße wurden zwar noch aus Keramik hergestellt, doch schlussendlich haben die Römer das Kochen mit Keramik durch Ton ersetzt. Selbst heute gibt es noch zahlreichen Zivilisationen, welche mit Tonkochgeschirr hantieren. Nordafrika arbeitet mit einer Tajine.

Eine Tajine stellt eine Art „Schmortopf“ mit einem spitz zulaufenden Deckel dar, welche mit manchmal an einen Spielzeugkreisel erinnert. Vorteil an der Tajine ist das man mit dieser Tonkreation auch Braten kann. Mit einem Römertopf sollte man nicht braten, nur garen und schmoren.

Die Besonderheiten in Kurzform:

  • vielseitig einsetzbar
  • Garen im eigenen Saft
  • keine Zugabe von Fett
  • intensiver Geschmack
  • Erhalt wertvoller Nährstoffe, wie Vitamine und Mineralien
  • Anbrennen ist praktisch nicht möglich

Was muss ich beim Römertopf beachten?

Möchtest Du einen Römertopf kaufen, dann gibt es eigentlich nicht vieles zu beachten. Man sollte großen Wert auf die Handhabung legen, denn mitsamt Essen, und es passen oft ganze Menüs hinein, werden die Töpfe schnell sehr schwer. Ein guter Topf zeigt dicke Tonwände und besitzt einen abschließenden und passenden Deckel. Je nach Machart kann dieser dieselbe Höhe wie der untere Teil haben, oder flacher ausfallen.

Die beliebtesten Modelle sind oval, nichtsdestotrotz gibt es auch kreisrunde oder eckige Modelle. Was Dir da lieber ist, musst Du für Dich herausfinden – oval ist am einfachsten zu befüllen und zu entnehmen. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist ein breiter Boden. Dieser sorgt für einen stabilen Stand und kommt Dir beim Kochen sehr gelegen.

Genauso wichtig sind auch Griffe am Deckel und an der Seite des Gefäßes. Außerdem solltest Du beachten, dass ein Römertopf nur für die Verwendung im Backofen konzipiert ist, und Du damit nicht auf einem Kochfeld arbeiten kannst. Damit das Garen im Backofen dann auch einwandfrei klappt muss man den Römertopf wässern.

Römertopf wässern

Damit das Garen mit dem Römertopf auch gelingt, muss man diesen zuvor wässern. Der Ton saugt sich mit Wasser voll und kann dann beim Backen im Ofen diese Feuchtigkeit wieder abgeben. Genau das macht den Römertopf im Einsatz so besonders, da so viel Feuchtigkeit erhalten bleibt und ein dauerhaft stabiles warm-feuchtes Klima geschaffen werden kann.

So kann nichts im Inneren austrocknen und die Gerichte bleiben so saftig. Zusätzlich ist dieser Vorgang wichtig, damit der Topf im Ofen nicht platzt. Durch die Hitze dehnt sich der Ton aus, bis zu dem Punkt, wo er seine Form nicht mehr halten kann. Und so ein Unglück möchte man im wohlmöglich teuren Ofen nun wirklich nicht haben. Alleine das Reinigen. Nicht schön.

Was heißt „den Römertopf wässern“?

Der Begriff „wässern“ meint im Grund nicht anderes, als das man den Römertopf für eine bestimmte Zeit lang sich mit Wasser vollsaugen lässt. Wässern bedeutet also nichts anderes als „ins Wasser stellen“. Damit kann der offenporige Ton Wasser aufnehmen und für kurze Zeit halten. Kommt nun die Wärme des Backofens dazu, dann kann diese Wärme abgegeben werden.

Wie lange muss der Römertopf gewässert werden?

Hier variieren die Angaben stark. In der Regel sollen lediglich 10 bis 20 Minuten ausreichen, dabei solltest Du Dich auf die Angaben des Herstellers beziehen. Liest man sich jedoch durch das ein oder andere Forum hindurch, dann sollten 30 Minuten im Wasserbad weitaus besser sein. Dann ist der Topf wirklich durchtränkt, kann nicht Platzen und hat genügend Feuchtigkeit für lange Gar-Sessions.

Welche Temperatur Römertopf?

Nachdem Du den Tontopf aus dem Wasserbad geholt hast, stellt sich natürlich die Frage auf welcher Temperatur man garen sollte. Nun das hängt natürlich auch ein wenig mit Gericht, welches Du zubereiten möchtest, zusammen. Im Durchschnitt sollte eine Temperatur von 180 bis 200 Grad ausreichen. Beachte dabei, nach der Hälfte der Garzeit die Temperatur zu drosseln.

Oftmals auf 150 oder 160 Grad, je nach dem womit Du angefangen hast. Garst Du also ein Kilo Schweine- oder Rinderbraten, dann musst Du rund 2 bis 2,5 Stunden einplanen. Nach einer Stunde sollte man also die Temperatur herunterdrosseln. Dabei musst Du Dich übrigens nicht um den Inhalt sorgen.

Durch die Beschaffenheit von Ton und dem Römertopf, kann im inneren nichts anbrennen. Egal wie warm die Umgebung ist, durch die Struktur und die Feuchtigkeit, erreicht der Topfboden maximal eine Temperatur von 100°C. Auch die abgegebene Feuchtigkeit verhindert ein Anbrennen zusätzlich. Der schwere Deckel des Topfes verhindert sogar ein Überkochen, sodass man den Ofen nicht mal reinigen muss.

Zusätzlich sind Gerüche nicht wahrzunehmen. Man sollte wirklich viel öfter mit einem Topf arbeiten.

Welche Größe für Römertopf?

Wie für einen gebräuchlichen Topf, bekommt man auch den Römertopf in verschiedenen Größen. Nach den genauen Angaben kann man auch googlen, bzw. steht es natürlich immer in der Produktbeschreibung bei. Dabei gibt es kleine, mittlere und auch große Modelle. Mittendrin sammeln sich auch kleine Spezialgrößen an, welche beispielsweise nur für die Zubereitung von Ente entworfen wurden.

Allerdings sind diese meist nicht nötig. Mit den verschiedenen Standardgrößen kann man eigentlich alles garen, was einem so in den Sinn kommt. So gibt es kleine Modelle, die bis zu 2 kg Gargut umfassen können und damit bequem drei Personen versorgen können. Mittlere Modelle beginnen dann bei 2,5 kg und werden manchmal auch noch so bei 4 kg betitelt.

Große Modelle umfassen dann bereits ganze 5 kg Gargut und Maxigrößen beinhalten sogar bis zu 8 kg. Doch ich glaube nicht, dass man für den privaten Gebrauch so große Formen benötigt. Allerdings kann der ein oder andere unter euch Lesern es ja bestimmt mal für eine Veranstaltung gebrauchen.

Mit etwas Glück steht bei Deinem Rezept auch dabei, welche Größe des Römertopfes Du benötigst.

Ist ein Römertopf innen glasiert?

Vermutlich die Fragen aller Fragen, wenn man sich zum ersten Mal einen Römertopf zulegen möchte: Sollte ich einen glasierten oder unglasierten Römertopf nehmen? Wo besteht da überhaupt der Unterschied? Nun um Dich vorweg zu beruhigen: Ein glasierter Römertopf ist nicht notwendig, denn beim Kochen selbst macht die Beschichtung keinen Unterschied.

Den Unterschied bemerkt man nämlich erst nach dem Kochen, wenn alle satt sind und man dann vor dem Abwasch steht. Ein Römertopf, welcher im inneren glasiert ist, lässt sich einfach reinigen. Wobei man „einfacher reinigen“ hier auch nur mit Vorsicht genießen darf, denn einen Römertopf zu reinigen ist nicht einfach.

Die grob poröse Struktur lässt manche Essensreste und Verfärbungen nicht so einfach von sich los. Und ja, auch glasierte Römertopfe haben die poröse Struktur, ansonsten könnte der Topf seiner eigentlichen Aufgabe nicht nachgehen. Ein kleines Manko, dass die Römertopfe so an sich haben. Ihre Leistung und der Geschmack wird dadurch auf Dauer ab nicht leiden.

Einige zufriedene Römertopf-Garer benutzten ihren treuen Begleiter bereits über 10, 20, wenn nicht sogar 30 Jahre.

Römertopf reinigen

Nach dem Essen kommt mitunter eine der unangenehmsten Aufgaben im Haushalt: das Abwaschen. Und bei einem Römertopf muss man sich da wirklich ein wenig mehr Zeit nehmen; ein bisschen Spüli und durchwischen reicht hier leider nicht aus. Obwohl es manchmal eine Hilfe gibt: einige neuere Modelle sind bereits für die Spülmaschine geeignet, sodass man etwas weniger Aufwand hat.

Allerdings muss man so ab und zu ein bisschen Zeit nehmen und den Römertopf richtig reinigen. Geduld ist gefragt, denn oft muss man das Tongefäß für längere Zeit einweichen lassen (und wir reden hier nicht vom Wässern). Dabei solltest Du auf Reinigungsmittel größtenteils verzichten, denn sonst wird die poröse Struktur des Gefäßes angegriffen.

Wie bekomme ich einen Römertopf wieder sauber?

Ist der Römertopf noch neu und gerade frisch gekauft, dann sind klares Wasser und ein weiche Bürste Deine besten Freunde. Es kommt eigentlich nicht allzu schnell zu hartnäckigen Verschmutzungen, sodass man sich noch wenig Gedanken darum machen muss. Jedoch kannst Du hier bereits die Lagerung des Römertopfes beachten.

An einem luftigen Ort solltest Du ihn aufbewahren, damit er nicht irgendwann muffig riecht und damit auch das Essen einen unbeschreiblichen Beigeschmack bekommt. Der Deckel sollte übrigens nicht einfach aufgelegt werden, sodass das Innere verschlossen ist. Lieber den Deckel umgedreht auf den Topfboden legen, sodass alles gut durchlüftet bleibt.

Manchmal gibt es einfach nur leichtere Verschmutzungen. Fettreste sind so ein beliebtes Beispiel dafür, irgendwie hartnäckig, aber doch eigentlich super leicht zu entfernen. Solltest Du also einige kleine Fettreste im Tontopf bemerken, dann schaue nach einem milden und schonendem Spülmittel, womit Du den Topf einmal ausspülen und auswischen kannst.

Für eine intensive Reinigung muss man dann doch schon zu etwas härteren Mitteln greifen. Allerdings ist ein chemischer Reiniger nicht die richtige Lösung. Greife lieber zu Essig. Doch keine Angst, wir werden jetzt nicht mit bloßem Essig an den Römertopf gehen. Das Unterteil des Römertopfes befüllst Du mit kaltem Wasser. Dazu gibst Du nun einen kräftigen Schuss Essig.

Dann stellst Du das Unterteil mit der Essig-Lösung in den Backofen und erwärmst diesen nun langsam. Meist wärmt man den Topf solange auf, bis das Wasser darin anfängt zu kochen. Genau in diesem Moment lässt man einen Timer für eine halbe Stunde laufen. In der Zeit sollten alle Verschmutzungen und Rückstände sich ablösen und nun in der Lösung schwimmen.

Hat der Essig irgendwelche Nachteile?

Solltest Du Deinen Römertopf mit Essig reinigen, dann entstehen keine weiteren Nachteile. Wichtig ist nur, dass Du nach der Reinigung im Ofen, alles noch einmal mit klarem Wasser abspülst. Danach kann es passieren, dass der Topf nach der Säure riecht, doch für gewöhnlich verfliegt dieser Geruch sehr schnell.

Übrigens kannst Du auch den Topfdeckel einfach mit reinigen, falls dieser Verschmutzungen aufweist. Du kannst diesen einfach umgedreht mit in das Unterteil hineinlegen und mit Wasser und etwas Essig befüllen. Aufpassen! Der Deckel ist für gewöhnlich kleiner und benötigt deshalb nicht so viel Wasser und noch weniger Essig.

Römertopf Alternative

Einige unter euch sind bestimmt noch nicht so ganz überzeugt und haben einige „Berührungsängste“ mit dem Tontopf. Da fragt man sich natürlich, warum soll ich eigentlich zu einem Römertopf greifen, gibt es da nicht weniger zerbrechliche Alternativen? Nun; bei dieser Frage scheiden sich wirklich die Geister; und manchmal liest man auch wirklich interessante Ansätze.

Beispielsweise probierte eine begeisterte Römertopf-Nutzerin zuvor normale Blumentöpfe um Brot zu backen. Das ist natürlich eine Variante, doch ein ganzes Gericht in einem normalen Blumentopf? Eher unwahrscheinlich. Andere Stimmen werden mit dem Bräter laut. Wobei ich diesen Ansatz wenig nachvollziehen kann, denn ein Bräter und Römertopf sind in meinen Augen zwei unterschiedliche Küchengeräte.

Das besondere Klima, welches in einem Römertopf entsteht und somit den Inhalt so wunderbar gart und zart macht. Mit einem einfachen Bräter bekommt man genau dieses Klima auf keinen Fall hin. Natürlich kann man den Bräter auf dem Herd anwenden und auch in den Ofen schieben, allerdings geht es hier viel eher um Schmorgerichte, oder eben solche die man Anbraten möchte.

Der Römertopf erfüllt durch seine besondere Eigenschaft Feuchtigkeit abzugeben, eine ganz andere Funktion, weshalb man hierbei wirklich Birnen mit Äpfeln vergleicht. Solltest Du mir da nicht glauben, dann musst Du wohl einmal beide Küchengeräte kaufen und den Unterschied selbst bemerken – ein Römertopf kostet ja nun mittlerweile auch nicht mehr die Welt.

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