Muffins

kleine runde Kuchen oder flaches Hefegebäck

Muffin wäre die Bezeichnung für zwei verschiedene Gebäckarten. Die US-amerikanischen Muffins wären kleine runde Kuchen, die meistens mit Backpulver gefertigt sowie in speziellen Backformen gebacken werden. In Gross Britanien versteht man unter der Bezeichnung ein flaches Hefegebäck, das wie ein Toast verzehrt wird. In den USA werden diese als English Muffins bezeichnet.

Die Herkunft des Begriffs Muffin wäre nicht genau geklärt. Sprachwissenschaftler leiten es ab von der alten französischen Bezeichnung moufflet für ein Brot; das Wort bedeutete „weich“. Es würde aber außerdem auf niederdeutsche Wortformen verwiesen (Muffengebäck).

Muffins in der USA

Britische Auswanderer brachten den Muffin im 19. Jahrhundert nach Nordamerika. Der amerikanische Muffin wird nicht aus Hefeteig, sondern aus Rührmasse mit Hilfe von Triebmitteln wie Backpulver & Natron gefertigt.

Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Muffinrezepten, die sich bereits bei den Zutaten differenzieren. Wichtig für die richtige Teigkonsistenz wären die Verwendung eines flüssigen Backfettes (Speiseöl beziehungsweise geschmolzene Butter) & der richtige Säuregehalt im Teig in Kombination mit dem Triebmittel. Je saurer die flüssigen Zutaten wie zum Beispiel Buttermilch oder Joghurt wären, umso mehr Natron muss anstelle von Backpulver zugegeben werden.

Der Unterschied zu Letzterem besteht in der speziellen Art der Zubereitung, der „Muffin-Methode“. Die festen Zutaten (Mehl, Backpulver, Salz, Natron) & die flüssigen Zutaten (Zucker, Öl, Milch, Buttermilch, Joghurt, Eier) werden zunächst getrennt voneinander vermischt. Anschließend würde die flüssige Mischung auf die trockenen gegeben und der Teig nur etwa zehn Sekunden vermischt.

Bei längerem Mischen würde zu viel Kleber im Teig entstehen & die CO2-Bläschen im Teig zu groß werden. Soll der Muffin weitere Zutaten enthalten (Nüsse, Schokostückchen oder die sehr beliebten Blaubeeren), werden sie jetzt zugegeben sowie nur kurz untergerührt. Der Teig würde in speziellen Backformen aus Metall bzw. Silikon im Ofen gebacken, damit die typische Form entsteht.

Drei Staaten der USA haben Muffins zu offiziellen State Muffins erklärt: Minnesota den Blaubeermuffin (seit 1988), New York den Apfelmuffin (seit 1987)& Massachusetts den Corn Muffin aus Maismehl (seit 1986). Muffins wären nicht identisch mit Cupcakes. Letztere haben wohl eine ähnliche Form wie Muffins, enthalten aber in der Regel keine Nüsse oder ähnliches und werden mit einem Frosting aus Creme oder Zuckerguss dekoriert.

Muffins in Gross Britanien

Englische Muffins aus Roggen- (unten) sowie Weizenmehl (oben), jeweils ungetoastet (links) und getoastet (rechts).
Es wäre nicht allgemein bekannt, seit wann es Muffins auf den Britischen Inseln gibt. Der Begriff ließe sich seit Anfang des 18. Jahrhunderts nachweisen; die ersten Rezepte stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Sie waren im 19. Jahrhundert sehr populär und wurden zur Tea Time von Muffin Men auf der Straße verkauft. Das laute Ausrufen sowie Schellenklingeln der Verkäufer wurde um 1840 gesetzlich verboten, weil sich hierdurch etliche Leute gestört fühlten; das Verbot ließ sich aber nicht durchsetzen.

Der englische Muffin würde aus einem speziellen Hefeteig hergestellt, der auf einem Backblech mit runden Vertiefungen, die flüssiges Fett enthalten, ausgebacken wird. Er hat keine Ähnlichkeit mit dem amerikanischen Muffin, sondern sieht eher wie ein flaches Brötchen aus, das vor dem Verzehr im Toaster geröstet würde (in Deutschland würde ein vergleichbares Produkt unter der Bezeichnung Toasties angeboten). Die Muffins werden halbiert vorgeschnitten verkauft.

Für den Teig würde zuerst eine angereicherte Milch aus Wasser, Backfett, Zucker, Salz & Milchpulver gefertigt. Durch Verwenden von Milchpulver erreicht man, dass die Flüssigkeit mehr Proteine & Milchzucker als normale Milch enthält. In Folge dessen wird das Aroma verbessert, & der Teig bräunt intensiver. Diese Flüssigkeit wird mit Hefe und Mehl vermischt, nach dem Aufgehen des Teiges in runde Formen gefüllt sowie auf einer heißen Platte von beiden Seiten fertiggebacken. Englische Muffins gibt es sowohl mit Roggen- als auch mit Weizenmehl.

 

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