Wie lange ist Bärlauchpesto haltbar? – Lagerung und Haltbarkeit

Wie lange ist Bärlauchpesto haltbar und für den Verzehr geeignet? Bei Pesto handelt es sich um eine traditionsreiche Sauce, deren Ursprünge in der italienischen Region Ligurien zu finden sind. Dort wurde das Rezept im Jahr 1863 erstmalig aufgeschrieben. Wahrscheinlich besann man sich bei der ersten Pestoherstellung auf das römische Moretum zurück, bei dem es sich um eine kräuterhaltige Käsesauce handelte.  Bis Pesto international Karriere machte, dauerte es bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Damals wurden amerikanische Medien auf das Pesto aufmerksam. Der Italo-Amerikaner Frank Sinatra wurde ein frühes Werbegesicht für Pesto, das über die italienischen Restaurants in Nordamerika den Weg um die Welt machte.

Im Laufe der Zeit wurden die im Grundrezept genannten Zutaten wie Basilikum, Pinienkerne oder Parmesankäse für Neuinterpretationen teilweise oder zur Gänze weggelassen. Daher gibt es inzwischen einige als Pesto bezeichnete kalte Saucen, in denen sich keine der Originalzutaten mehr befinden. Das Bärlauchpesto ist noch vergleichsweise nahe am Original. Hier ersetzen die frischen, grünen Bärlauchblätter nicht nur den Knoblauch, sondern auch das Basilikum.

Wie macht man Bärlauchpesto haltbar?

Bärlauchpesto kann man selten als Fertigprodukt im Feinkosthandel finden. Verschlossen und in so trockener wie kühler und dunkler Umgebung gelagert kann man es bis zu ein Jahr lang aufbewahren. Hat man das Glas einmal geöffnet, hält es sich gekühlt bis zu eine Woche. Möchte man die Haltbarkeit verlängern, so füllt man stets so viel Olivenöl in das bereits geöffnete Glas, dass das verbliebene Pesto komplett davon bedeckt wird.

Gleiches gilt für selbst hergestelltes Pesto: Wenn man es nicht zum sofortigen Verbrauch zubereitet, füllt man es in zuvor sterilisierte Gläser. Auch hier füllt man vor dem gründlichen Verschließen so viel Olivenöl auf, dass alles gut bedeckt ist. Dann können die Gläser sogar für wenige Monate im kühlen Keller aufbewahrt werden.

Das Einfrieren ist eine Alternative. Allerdings sollte man das Pesto nach dem Auftauen sehr zügig verbrauchen. Daher bietet sich ein portionsweises Einfrieren an, etwa im Eiswürfelbehälter: Man streicht das Pesto einfach in die Förmchen, lässt es gefrieren und füllt es anschließend in geeignete Gefrierbeutel oder -Dosen um. Dann kann man beim Auftauen stets so viel Pesto entnehmen, wie man gerade benötigt. Eingefrorenes Pesto hält sich im Tiefkühlschrank für bis zu 9 Monate.

Wie erkennt man abgelaufenes Bärlauchpesto?

Frisches Bärlauchpesto hat einen angenehmen, würzigen Duft und eine kräftig grüne Farbe. Außerdem weist es eine feste, aber nie ausgetrocknete oder gar zähe Konsistenz auf. Wenn das Pesto eine graue Farbe annimmt, ist das ein Zeichen der Alterung. Meistens hat es dann nicht nur die Farbe, sondern auch weite Teile des Aromas eingebüßt.

Wenn das Bärlauchpesto einen unangenehmen Geruch entwickelt und eine trockene Oberfläche aufweist, sollte man vom Verzehr Abstand nehmen. Gleiches gilt auch, wenn das Produkt von Schimmel befallen ist. Leider durchzieht der Schimmelpilz das gesamte Produkt, sodass es zur Gänze ungenießbar ist.

Sofern man das Pesto korrekt lagert, wird es auch ohne Schimmelbildung irgendwann ungenießbar. Ein Teil der enthaltenen Fette wird bei einer Überlagerung zwangsläufig ranzig, was für einen unangenehmen Geschmack sorgt. Gesundheitsgefährdend ist der Verzehr dann aber normalerweise trotzdem nicht.

Christina Koch

Christina Koch ist eine passionierte Köchin und Bäckerin, deren Wurzeln tief in einer Familientradition dieser Künste verankert sind. Mit 54 Jahren hat sie sich durch ihre bemerkenswerte Erfahrung und ihr umfangreiches Wissen in den Bereichen Kochen, Backen und den Einsatz des Thermomix einen Namen gemacht. Christina, die in einer Familie aufgewachsen ist, in der das gemeinsame Kochen und Backen eine zentrale Rolle spielte, hat diese Leidenschaft von klein auf gelebt und gepflegt. Obwohl sie keine Bücher verfasst hat, konnte Christina ihre Leidenschaft und ihr Fachwissen durch eine andere, moderne Plattform teilen: YouTube. Mit großer Begeisterung produzierte sie eine Zeit lang… More »

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