Trockenhefe – Wissenswertes zur klassischen Zutat zum Backen

Selbstgemacht schmeckt immer noch am besten, und so verwundert es nicht, das Backen und Kochen im Trend liegen. Mit Hefe als essentielle Zutat kann man wunderbare Teigwaren herstellen, wie beispielsweise Brot oder Pizza. Doch dann steht man vor dem Regal: Sollte ich lieber Trockenhefe oder frische Hefe verwenden? Alles was Du über Trockenhefe wissen musst, findest Du hier.

Bei der Hefe handelt es sich um kleinste pilzartige Organismen, welche lediglich ein Ziel in ihrem Dasein verfolgen: sich zu vermehren. Und genau diesen Vorgang, denn man übrigens Teilung oder Sprossung nennt, macht sich der Mensch zunutze, um entweder mehr Hefe zu erzeugen, Alkohol herzustellen.

Die Ernährung der kleinen Hefepilze sorgt dann im Endeffekt für die luftig lockere Art, denn als eines der Ausscheidungsprodukte entsteht Gas. Doch welche der beiden Hefen eignet sich nun besonders gut um luftig lockeren Teig herzustellen, sei es für Pizza, Brot oder vielleicht doch lieber eine Zimtschnecke.

Ist Trockenhefe oder Frischhefe besser?

Betrachtet man einmal genauer einen Vergleich der beiden Hefen, dann wird man schnell feststellen, dass die Unterschiede sich auf ein Minimum beziehen und es viel mehr Gemeinsamkeiten gibt. Dabei beziehen sich die Unterschiede lediglich auf die Haltbarkeit, den Feuchtigkeitsgehalt und den lebenden Zustand der kleinen Hefe-Mikroorganismen.

Frische Hefe besteht aus bis zu 70% Wasser. Bei der Trockenhefe finden wir gerade einmal 5% vor, was daran liegt, dass frische Hefe für die Haltbarmachung getrocknet wird. Durch diese Trocknung versetzt man die Hefepilze in einen „Ruhezustand“ und macht sie damit weitaus länger haltbar. Keine Sorge, die Pilze selbst sind nur inaktiv, aber nicht abgestorben.

Der Unterschied in der Haltbarkeit ist dafür enorm. Frischhefe kannst Du, im Bestfall, für maximal zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Hier wird jedoch empfohlen, die Hefe binnen weniger Tage zu verbrauchen, da sie sonst sehr schnell schimmelt. Trockenhefe hingegen verharrt mehrere Monate, wenn nicht sogar ein ganzen Jahr lang, und ist selbst dann immer noch verwendbar.

Welche nun für Dich persönlich besser ist, das ist von Dir selbst abhängig: möchtest Du lieber eine haltbare Variante oder vielleicht doch lieber eine frische und schnelle Verarbeitung.

Diese Vorteile hat Trockenhefe

Für den privaten Gebrauch greift man eher zu Trockenhefe, denn es gibt verschiedene Vorteile, beim Kauf von Trockenhefe. Im geschlossenen Zustand hält sich die Hefe für mehrere Monate, sodass man sich nicht den Stress unterwerfen muss, das Produkt sofort aufzubrauchen. Lagerst Du das Päckchen an einem kühlen Ort, dann kannst Du die Haltbarkeit sogar nochmal verlängern.

Ist die Packung einmal geöffnet, solltest Du sie binnen der nächsten zwei Wochen aufbrauchen. Hier ist es jedoch wichtig, die Hefe kühl zu lagern, um die Haltbarkeit aufrechtzuerhalten.

Die Hefe ist auch sehr leicht in der Anwendung, denn Du musst sie nicht vorab in einer Flüssigkeit einrühren. Beim Backen kannst Du so einfach alle Zutaten zusammenwerfen und alles gut vermengen. So lässt sich die Trockenhefe leichter mit dem Teig vermengen, als die Frischhefe, welche zuvor eine Sonderbehandlung benötigt.

Auch die Handhabung der Trockenhefe ist einfacher, da diese meist als loses grobes Pulver verpackt wird. So kann man die Menge einfach nach Belieben abfüllen. Frische Hefe hingegen wird zu einem Würfel zusammengepresst und benötigt immer etwas Feinspitzengefühl, was man wirklich benötigt, denn überschüssige Hefe kann man nicht einfach zurück in ein Tütchen kippen.

Kann man statt frische Hefe auch Trockenhefe nehmen?

Wie bereits erwähnt gibt es nicht sonderlich viele Unterschiede, sodass man die Frischhefe bequem durch Trockenhefe ersetzen kann. Allerdings musst Du dort einige Mengenangaben umrechnen. So ersetzt man einen Würfel frischer Hefe mit zwei Päckchen der Trockenhefe. (In der Regel entspricht das 42 Gramm Frischhefe gegen je 7 oder 9 Gramm).

So kannst Du dann den Bedarf rauf unter runterrechen. Am geläufigsten sollte wohl der halbe Frischhefe-Würfel sein, welchen Du mit einer Packung der Trockenhefe ersetzen kannst. Sollte es mal mit einer Sorte der Hefe etwas knapp werden, dann kannst Du auch einfach beide Mischen. Man sollte sich zwar nicht immer darauf verlassen, im Notfall klappt es aber meist.

Wie viel Trockenhefe auf 500 g Mehl?

Auf diese Frage gibt es kleine Faustregel, welche man sich eigentlich ganz einfach merken kann: Auf 500 Gramm Mehl folgt ein Päckchen Trockenhefe. Solltest Du hingegen doch frische Hefe verwenden wollen, dann entspricht die Menge einem halben Würfel. Allerdings gibt es bei manchen Rezepten auch eine genaue Angabe, sodass diese Faustregel auch nicht immer zutreffen muss.

Kann man Trockenhefe mit Backpulver ersetzen?

Man will jetzt etwas Backen. Nicht erst morgen. Doch bei den Zutaten mangelt es etwas an Fülle, sodass man vielleicht keine Hefe parat hat, oder nicht ausreichend Trockenhefe zur Verfügung steht. Nun kann man entweder das Handtuch werfen, oder einfach Alternativen anwenden. Eine dieser Alternativen ist Backpulver, welches stellvertretend sehr gute Dienste leistet.

Man muss Backpulver nicht nur für Kuchen und andere Süßwaren verwenden. Auch bei einem normalen Brotteig ist Backpulver durchaus nutzbar. Das Pulver wird jedoch anders verarbeitet als die Hefe. Auf 500 Gramm Mehl kommt ein kleines Päckchen Backpulver, also fast so wie bei der Trockenhefe. Diese Methode eignet sich besonders für luftige und lockere kleine Teige.

Insbesondere Brötchen profitieren von dieser Variante. Als Hefeersatz fällt die Gehzeit komplett weg. Du solltest das Brot also so schnell wie möglich weiterverarbeiten, ehe die treibende Wirkung des Backpulvers verpufft.

Trockenhefe
Trockenhefe

Sauerteig als Hefeersatz

Auf unserem Blog haben wir bereits über Sauerteig geredet, und wie man diesen auch Ansetzen kann. Nun vielleicht kommt dieses Wissen Dir hier zugute, denn auch Sauerteig selbst hilft als Hefeersatz. Der Teig enthält nämlich viele aktive Hefekulturen und Milchsäurebakterien, welche immer noch eine Triebkraft entwickeln und für leckeres und luftiges Brot sorgen.

Diese Methode eignet sich besonders bei schweren Brotteigen, welche eine lange Teigführung benötigen. Die Triebkraft von anderen Alternativen, wie beispielsweise dem Backpulver, würde hier nicht mehr ausreichen. Und keine Sorge, der Geschmack des Brotes wird durch den Sauerteig nicht verfälscht, weshalb es sich um eine ideale Alternative handelt.

Es hat nebenbei sogar einen positiven Nebeneffekt: Das Brot ist zumeist besser bekömmlich, da Hefebrote schwerer im Magen liegen und verdaulich sind. Die Anwendung ist auch ganz leicht: Di ersetzt einen Teil der eigentlichen Flüssigkeit mit einem Sauerteigansatz. Danach lässt Du das Brotgemisch eine ganze Weile stehen (länger als mit der Hefe üblich!).

So haben die Kulturen im Sauerteig genügend Zeit sich zu vermehren, und eine ordentliche Triebkraft zu entwickeln. Danach kannst Du das Brot oder Gebäck wie gewohnt backen.

Christina Koch

Schon viele Jahre beschäftige ich mich mit dem Thema Sport und gesunde Ernährung. Da durfte das Thema Kochen natürlich nicht fehlen. Diesen Blog habe ich als Sammlung für Rezepte gestartet. Dazu gebe ich Euch viele Ratschläge zu häufig gestellten Fragen zum Thema Kochen und backen, Küchenmaschinen und Kochgeräten. Außerdem findet ihr die neuesten Trends zum Thema Ernährung, Küche & Lifestyle.

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