Bratensauce ohne braten – vegetarisch und ohne Fleisch
Dieses Rezept zeigt Ihnen, wie einfach es ist, eine leckere vegane Bratensauce ohne braten herzustellen. Sie brauchen nur einige vegane Zutaten, die Sie normalerweise in jedem Supermarkt finden können. Mit diesem einfachen Bratensauce Rezept für Veganer und Vegtarier lernen Sie, eine braune Soße zu kreieren, die sich nicht verstecken muss. Und um ehrlich zu sein, eine gute Soße macht fast jedes Gericht besser. Warum sollten also Veganer und Vegtarier auf eine leckere braune Soße verzichten?

Zubereitung Bratensauce ohne braten – vegetarisch und ohne Fleisch
Wie bei jeder guten Soße zahlt sich auch bei dieser veganen Bratensauce Geduld aus. Durch das mehrmalige Anbraten, bekommt sie eine schöne Farbe und der Geschmack wird rund und köstlich. Mit schmeckt Soße oft am zweiten Tag noch besser, wenn sie schön durchgezogen ist.
Bratensauce ohne braten - vegetarisch und ohne Fleisch
Zutaten
- 200 g Möhren
- 200 g Sellerie
- 200 g Zwiebeln
- 200 g Pastinaken
- 200 g Lauch
- 50 g Tomatenmark
- 40 ml Pflanzenöl zum Anbraten
- 100 ml Rotwein
- 2 Liter Wasser oder Gemüsefond
- 3 Stück Lorbeerblätter
- 2 Stück Nelken
- 1 Teelöffel Pfefferkörner
- 1 Teelöffel Wacholderbeeren
- 1 Teelöffel Pimentkörner
- 1 Prise Salz zum Abschmecken
- 5 Teelöffel Paprikapulver
- 1 Zehe Knoblauch
Anleitungen
- Bevor wir mit unserem Rezept beginnen, wollen wir einige Dinge vorbereiten, damit die Zubereitung leicht von der Hand geht. Angefangen bei dem Gemüse: Dieses waschen wir einmal gründlich ab, bei harten Verschmutzungen gehen wir auch mit einer feinen Bürste über das Gemüse. Danach schneiden wir alles in circa drei Zentimeter große Stücke.
- Auch die Gewürze wollen wir nicht vergessen. Diese zerstoßen wir grob mit einem Mörser.
- Nun geht es an das Eingemachte. Wir nehmen uns einen großen Topf hervor und stellen diesen auf eine bereits angeschaltete Herdplatte. Darin erhitzen wir etwas Pflanzenöl (je nach Wahl). Im ersten Schwung braten wir Möhren, Sellerie und die Pastinaken scharf an.
- Sobald alles etwas Farbe bekommen hat, folgen die Zwiebeln und der Knoblauch, welche wir auch Anbraten.
- Des Weiteren geben wir Tomatenmark und Rotwein hinzu, wenn sich am Boden eine dunkle Kruste bildet. Mit dem Rotwein lösen wir die Kruste vom Boden, indem wir alles kräftig umrühren. Anschließend geben wir den Lauch und Gewürze nach Wahl dazu.
- Abschließend lassen wir die Soße mehrmalig anbraten. Hierbei ist es Dir frei überlassen wie oft, da die Farbe sich immer weiter verdunkelt. Sobald wir die gewünschte Farbe erreichen, löschen wir die Soße mit kaltem Wasser ab. Nochmals aufkochen lassen und dann bei geringer Flamme für eine Stunde einkochen lassen.
- Das große Finale stellen dann Salz und unsere Gewürze nach Wahl dar. Die Soße abschmecken und dann ist sie fertig.
Notizen
Warum entsteht der typische Bratengeschmack auch ohne Fleisch?
Der charakteristische Geschmack einer klassischen Bratensauce entsteht nicht zwingend durch Fleisch, sondern vor allem durch sogenannte Maillard-Reaktionen. Diese chemischen Prozesse treten auf, wenn pflanzliche Zucker und Aminosäuren unter Hitze miteinander reagieren und komplexe Röstaromen bilden.
Besonders Wurzelgemüse wie Möhren, Sellerie und Pastinaken eignen sich hervorragend, um diese Aromen zu erzeugen. Durch das gezielte, mehrmalige Anrösten wird die Intensität der Geschmacksstoffe weiter verstärkt. Auch das Tomatenmark trägt durch seine natürliche Süße und Säure zur Tiefe der Sauce bei. Der Einsatz von Rotwein sorgt zusätzlich für eine feine Säurestruktur und rundet das Aroma ab.
Welche Fehler sollten bei der Zubereitung vermieden werden?
Ein häufiger Fehler bei der Zubereitung ist das zu frühe Ablöschen des Gemüses, bevor ausreichend Röstaromen entstanden sind. Dadurch bleibt die Sauce geschmacklich flach und weniger intensiv. Ebenso sollte darauf geachtet werden, das Gemüse nicht zu klein zu schneiden, da es sonst schneller verbrennt statt zu karamellisieren.
Ein weiterer kritischer Punkt ist die Hitze: Ist sie zu niedrig, entstehen kaum Röstaromen, ist sie zu hoch, verbrennen die Zutaten. Auch das falsche Verhältnis von Flüssigkeit kann die Konsistenz negativ beeinflussen. Wird zu viel Wasser verwendet, wird die Sauce dünn und verliert an Geschmack. Geduld beim Einkochen ist daher entscheidend für ein optimales Ergebnis.
Wie lässt sich die vegane Bratensauce individuell verfeinern?
Die Grundrezeptur lässt sich vielseitig anpassen, um unterschiedliche Geschmacksprofile zu erzielen. Für eine intensivere Umami-Note können beispielsweise getrocknete Pilze oder ein Schuss Sojasauce ergänzt werden. Auch ein Teelöffel Senf kann der Sauce zusätzliche Tiefe verleihen.
Wer eine leicht süßliche Note bevorzugt, kann mit etwas Ahornsirup oder Zuckerrübensirup arbeiten. Frische Kräuter wie Thymian oder Rosmarin sorgen für ein aromatisches Finish. Durch das Passieren der Sauce entsteht zudem eine besonders feine und glatte Konsistenz.
Welche Alternativen gibt es für bestimmte Zutaten?
Das Rezept lässt sich problemlos an verschiedene Ernährungsbedürfnisse anpassen. Wer keinen Alkohol verwenden möchte, kann den Rotwein durch Traubensaft oder Balsamico ersetzen, um dennoch eine ähnliche Säurestruktur zu erhalten.
Statt klassischem Pflanzenöl kann auch Rapsöl oder Olivenöl verwendet werden, je nach gewünschtem Geschmack. Pastinaken lassen sich durch Petersilienwurzel austauschen, ohne dass die Qualität der Sauce leidet. Für eine glutenfreie Variante sollte darauf geachtet werden, dass alle verwendeten Zutaten entsprechend gekennzeichnet sind. Auch die Gewürze können je nach persönlicher Vorliebe angepasst oder reduziert werden.
Wie kann die Sauce optimal gelagert und haltbar gemacht werden?
Die fertige Bratensauce kann problemlos im Kühlschrank aufbewahrt werden und hält sich dort etwa drei bis vier Tage. Wichtig ist, sie luftdicht zu verschließen, um Geschmacksverluste zu vermeiden. Alternativ kann die Sauce portionsweise eingefroren werden, wodurch sie mehrere Monate haltbar bleibt.
Beim Wiedererwärmen sollte sie langsam erhitzt und bei Bedarf mit etwas Wasser oder Brühe verdünnt werden. Interessanterweise intensiviert sich der Geschmack oft nach einem Tag, da die Aromen weiter durchziehen. Daher eignet sich die Sauce ideal zur Vorbereitung für größere Mahlzeiten.



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