Kefir selber herstellen – Einfach und schnell

Mit dieser Anleitung können auch Sie Kefir selber machen.

Kefir ist ein unglaublich gesundes Milchprodukt. Er gilt als Lieferant zahlreicher wertvoller Nährstoffe, dient als Probiotika und fördert gleichzeitig die allgemeine und die geistige Gesundheit. Damit Du auch in den Genuss aller Vorzüge von Kefir gelangst, ist es von Vorteil zu wissen, wie man Kefir selber herstellen kann. Somit bekommst Du ein vollwertiges Produkt, was nicht unnötig gestreckt wurde.

Video: Kefir selber herstellen

Das kleine Kefir-Rezept: 500 ml Getränk selber herstellen

Vorbereitung beim Kefir selber herstellen ist alles. Also beginnen wir erstmal mit den Zutaten und Utensilien, die wir zur Herstellung für ein Kefir-Getränk benötigen.

  • Kefirknollen
  • Milch (ca. 500 ml)
  • ein verschließbares Gargefäß mit 500 ml Fassungsvermögen
  • ein Kunststoffsieb
  • ein Kunststofflöffel
  • eine Lagerungsmöglichkeit (am besten ein Glas oder eine Glasflasche)

Was sind Kefirknollen?

Darum ist die wichtigste Zutat zum Kefir selber herstellen die Kefirknolle. Einige von euch werden sicherlich vor dem Bildschirm sitzen und sich fragen, was denn eine Kefirknolle ist. Sprechen wir über Kefir, dann reden wir bereits über das fertige fermentiere Getränk, welches entweder aus Milch oder Wasser in Verbindung mit der Kefirknolle hergestellt wird. Mittlerweile sind im konventionellen Handel Pulver vorhanden, welche die Knolle ersetzen sollen.

Allerdings finden wir nicht, dass es sich dabei um richtigen Kefir handelt. Empfehlenswert ist es immer für die Knolle zu gehen. Der „echte“ Kefir, wird auch gerne als Kefirpilz oder als „Tibetanischer Pilz“ bezeichnet. Am Ende meinen die drei Begriffe jedoch alle dasselbe: eine Art Pilzgeflecht, welches auf den ersten Blick an Milchreis oder Blumenkohl erinnert.

Mit diesem Pilz kann man den Milchzucker, welcher unteranderem in Ziegen-, Schafs- und Kuhmilch vorhanden ist, vergären und zu Kefir fermentieren.

Welche Milch ist am besten für Kefir?

Es gibt nicht die perfekte Milch, wenn Du Kefir selber herstellen möchtest. Allerdings kann man mit den unterschiedlichen Varianten die Eigenschaften des entstehenden Kefir-Getränks beeinflussen. Im Folgenden also eine kleine Auflistung, was die jeweilige Milch für einen Effekt hat.

  • Kuhmilch: Vermutlich die klassischste Methode, zu der erstmal jeder greifen würde. Und das ist gar nicht schlecht, denn das Endergebnis ist ein ordentlicher Kefir. Dickflüssig und samtig-weich.
  • Ziegenmilch: Ziegenmilch bietet die perfekte Alternative, wenn Dir der normale Kefir zu dickflüssig ist. Ziegenmilch weißt eine feinere Struktur gegenüber Kuhmilch auf, was zu einem dünneren Kefir führt. Perfekt für den alltäglichen Kefir-Genuss.
  • Schafsmilch: Die Milch von Schafen ist das ganze Gegenteil von Ziegenmilch. Sie ist weitaus süßer und ist sogar noch dicker als Kuhmilch. Das führt im Endresultat zu einem sehr dicken und cremigen – fast puddingartigen Kefir. Wer einmal mit den verschiedenen Milchsorten probieren möchte, der darf Schafsmilch auf keinen Fall vergessen. Das Ergebnis ist ein etwas anderes Erlebnis zur klassischen Variante.
  • Kamelmilch: Auch wenn sie hier in Deutschland kaum erhältlich ist, so sollte man die gute Kamelmilch nicht vergessen. Sie ist ein richtiges Nährstoffbündel und enthält beispielsweise Omega-3-Fettsäuren und Kalium.
  • Laktosefreie Milch: Zum aktuellen Stand haben wir bisher keine laktosefreie Milch gefunden, welche sich zum Herstellen von Kefir eignet. Viele Marken benutzen ein Verfahren zur Ultra-Pasteurisierung, was die Milch gänzlich ungeeignet zur Herstellung macht.

Wie kann ich Kefir selber machen?

Das Getränk kann man ganz leicht selber herstellen. Was Du dafür alles benötigst, das haben wir bereits am Anfang des Beitrags aufgezählt. Hast Du alle Utensilien und Zutaten beisammen, dann ganz es auch schon losgehen! Lass uns Kefir selber herstellen.

Kefir selber herstellen
Kefir selber herstellen

1. Die Milch und das Gargefäß

Hast Du Dich für eine Milch entschieden, dann kannst Du diese bereits in das Gargefäß einfüllen. Solltest Du übrigens Frischmilch eingekauft haben, dann erhitze diese zuvor und lasse sie abkühlen. Damit gibst Du fremden Keimen keine Chance und der Kefir wird Dir definitiv gelingen. Natürlich gibt es da noch viele weitere Kleinigkeiten, die man so bei der Herstellung beachten kann.

Kefirknollen sind vorzugsweise für richtige Milch gemacht. Bedeutet also, dass pflanzliche Alternativen keine „Dauerlösung“ für Kefir sind. Natürlich funktioniert die Fermentierung auch mit Mandelmilch, oder Hafermilch und anderen Drinks, danach solltest Du die Kefirknollen unbedingt in einer echtem „Milchbad“ aufbewahren. Ansonsten verfliegt der Gärungsprozess.

2. Zugabe der Kefirknollen

Der wichtigste Teil darf natürlich nicht fehlen: die Kefirknolle. Gebe einige Knöllchen der abgekühlten Milch hinzu, doch beachte nur die Knollen in die Milch zu geben. Bei einigen Herstellern werden die Knollen in einer Art Transport-Lake geliefert. Diese dient lediglich dem Schutz der Pilze während der Reise zu Dir nach Hause.

Diese Flüssigkeit wird zur weiteren Herstellung von Kefir nicht benötigt, sodass Du diese lieber von den Pilzen abwaschen solltest. Nach dem Transport gelten die kleinen Kulturen als gestresst, sodass man sie für das neue zuhause, der Milch im Gargefäß, vorbereiten sollte. Die Dosierung hängt dabei auch von der Marke ab. Für gewöhnlich reicht ein gestrichener Esslöffel auf 500 ml Milch.

Bedenke dabei, dass die Knollen sich innerhalb von vier Wochen verdoppeln können. Es kann also durchaus vorkommen, dass Du die Pilzkolonie im Laufe der Zeit teilen musst. Als Faustregel gilt: Es soll ein Verhältnis von 5:1 bestehen. Auf fünf Teile Milchen folgt ein Teil Kefirknollen. Sollten die Knollen das Verhältnis übersteigen, dann ist es Zeit die Pilze einmal zu teilen.

3. Gargefäß dicht verschließen

Für den Gärungsprozess benötigt Kefir keinen Sauerstoff. Sauerstoff wäre bei diesem Vorgang sogar eher hinderlich und könnte das Endergebnis ruinieren. Nichtsdestotrotz sollte man nicht vergessen, dass während des Prozesses auch Kohlensäure entsteht. Die Kohlensäure muss irgendwie entweichen, sonst kann es passieren, dass der Deckel vom Gefäß einen Abflug macht.
Wir drehen das Gefäß immer bis zum ersten Widerstand zu. So kommt nur sehr wenig Sauerstoff herein und überschüssige Kohlensäure kann in Ruhe entweichen.

4. Die Lagerung der Kultur

Nachdem alles luftdicht verpackt ist, muss das Glas für einige Tage gelagert werden. Dabei reicht eine Zimmertemperatur zwischen 16 bis 22 Grad Celsius vollkommen aus. Ein lichtgeschützter Ort ist dabei auch von Vorteil.

Übrigens kannst Du mit den Temperaturen den Geschmack des Endprodukts beeinflussen. Mit niedrigen Temperaturen überwiegt die Hefegärung, weshalb der spätere Kefir dann mehr Kohlensäure enthält und auch einen höheren alkoholischen Anteil enthält. Der Geschmack richtet sich dann eher an Hefe.
Bei wärmeren Temperaturen überwiegt die Milchsäuregärung. Der Alkoholanteil ist damit deutlich geringer und es gibt einen eher säuerlichen Geschmack. Der Kefir ähnelt einem Joghurt.

5. Das fertige Kefirgetränk

Nach etwa ein bis zwei Tagen kann man dann den fertigen Kefir abfüllen. Die genaue Gärdauer lässt sich dabei nicht genau sagen, da zwei Faktoren bei jedem variabel ausfallen: Zum einen ist die Größe und Anzahl der Kefirpilze entscheidend, da viele und große Knollen den Prozess maßgeblich beschleunigen können. Zum anderen ist auch die Umgebungstemperatur wichtig.

Je wärmer es in der Lagerung ist, desto schneller setzt der Gärungsprozess ein. Auch der eigene Geschmack ist entscheidend. Nach einem Tag der Gärung schmeckt der Kefir noch eher mild und erinnert wirklich an ein Joghurtgetränk. Mit dem zweiten Tag kommt dann schon eher der Kefir-typische Geschmack durch: sauer und intensiv. Am besten gießt Du das Getränk durch ein feines Plastiksieb hindurch und füllst den Kefir in Gläser oder Glasflaschen ab.

Sie kennen noch weitere Rezepte zum Kefir selber herstellen? Hinterlassen Sie uns gerne ein Kommentar.

Christina Koch

Schon viele Jahre beschäftige ich mich mit dem Thema Sport und gesunde Ernährung. Da durfte das Thema Kochen natürlich nicht fehlen. Diesen Blog habe ich als Sammlung für Rezepte gestartet. Dazu gebe ich Euch viele Ratschläge zu häufig gestellten Fragen zum Thema Kochen und backen, Küchenmaschinen und Kochgeräten. Außerdem findet ihr die neuesten Trends zum Thema Ernährung, Küche & Lifestyle.
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