Roastbeef braten in der Pfanne – Dauer und Temperatur

Wie lässt sich ein Roastbeef braten? Beim Roastbeef handelt es sich, ähnlich wie beim Filet, um ein außerordentlich saftiges und zartes Fleischstück. Wenn beim Roastbeef braten denn mit Aufmerksamkeit und Liebe vorgegangen wird. Es besteht aus Lendenmuskelgewebe, liegt also im Hinterviertel des Rinds, und verfügt über einen einseitigen Fettrand. Dieser sollte vor dem Braten zwar bis aufs Fleisch eingeschnitten, aber nicht entfernt werden. Immerhin liegt es an ihm, für die knusprige Kruste zu sorgen.

Wählen Sie das richtige Stück Roastbeef

Beim Kauf von Roastbeef gibt es einige Dinge zu beachten, um das beste Ergebnis zu erzielen.

Zunächst sollten Sie darauf achten, dass das Fleisch von guter Qualität ist. Suchen Sie nach Stücken mit viel Fettmarmorierung, da dies dem Fleisch Geschmack und Saftigkeit verleiht. Es ist auch wichtig, dass das Fleisch von einer guten Tierrasse stammt, wie zum Beispiel Angus oder Hereford.

Ein weiterer Faktor, den Sie berücksichtigen sollten, ist die Dicke des Stückes. Ein dünneres Stück Roastbeef wird schneller gar und kann leicht trocken werden, während ein dickeres Stück länger braucht, um zu garen, aber tendenziell saftiger bleibt. Wählen Sie also eine Dicke, die Ihren Vorlieben entspricht.

Es ist auch wichtig, das richtige Cut zu wählen. Rinderbraten wird normalerweise aus den Rücken-, Schulter- oder Hüftknochen geschnitten. Die besten Stücke für das Braten sind die Rückenknochen, da sie das tendereste Fleisch haben. Die Schulterknochen sind etwas fester, aber immer noch gut geeignet, während die Hüftknochen das festeste Fleisch haben und am besten für langsames Garen geeignet sind.

Aber natürlich hängt der Erfolg beim Roastbeef braten auch davon ab, möglichst hochwertiges Fleisch zu verarbeiten. Dieses lässt sich daran erkennen, dass es eine dunkelrote Farbe und eine gleichmäßig-zarte Fettmarmorierung besitzt. Am besten schmeckt es, wenn das Fleisch eine bis zwei Wochen abhängen durfte und mürbe geworden ist. Und wenn es von einem weiblichen Rind oder Ochsen stammt.

Die perfekte Kerntemperatur für Roastbeef

Die Kerntemperatur ist ein wichtiger Faktor beim Braten von Roastbeef, da sie darüber entscheidet, wie gar das Fleisch ist. Wenn das Fleisch zu wenig gegart ist, kann es roh oder blutig sein, während zu lange Garen dazu führen kann, dass das Fleisch trocken und zäh wird.

Die ideale Kerntemperatur für Roastbeef hängt von Ihren Vorlieben ab. Hier sind einige Empfehlungen:

  • Rosa und saftig: 45-50°C
  • Mittel: 55-60°C
  • Durchgebraten: 60-65°C
  • Well done: 65-70°C

Um die Kerntemperatur zu messen, sollten Sie ein Fleischthermometer verwenden. Stechen Sie das Thermometer in das Fleisch, ohne den Knochen zu berühren, und warten Sie ein paar Minuten, bis die Temperatur stabil ist. Wenn das Fleisch die gewünschte Kerntemperatur erreicht hat, nehmen Sie es aus dem Ofen und lassen Sie es ein paar Minuten ruhen, damit sich das Fleisch setzen kann und der Saft im Fleisch verteilt wird.

Abgesehen davon kommt es natürlich auch den richtigen Gargard an. Besonders beliebt ist Roastbeef, wenn es außen knusprig, fast durchgebraten und innen noch zartrosa (also medium rare bis medium) ist. Aber auch alle anderen Abstufungen von bleu (außen nur leicht angebraten, innen fast roh) bis hin zu well done (komplett durchgebraten, ohne Fleischsaft-Austritt beim Durchschneiden) sind denkbar. In diesem Rezept soll es aber um die klassische Medium-rare-Variante gehen.

Zutaten

  • 4 Rumpsteaks (von etwa 200 Gramm Gewicht je Person)
  • hoch erhitzbares Pflanzenöl oder Butterschmalz
  • Salz
  • Pfeffer

Nährwerte Roastbeef braten in der Pfanne

Anzahl Portionen: 4


Nährwerte
Gesamt
pro Portion

Kalorien (kcal)
1034
258,5

Kohlenhydrate (g)
6
1,5

Eiweiß (g)
163
40,8

Fett (g)
40
10

Alle Angaben ohne Gewähr.

Roastbeef braten und die Zubereitung

  • Zuerst den am Fleisch befindlichen Fettrand mithilfe eines scharfen Messers etwa 1 Zentimeter tief einschneiden. Dabei wird die Sehne durchtrennt und das Roastbeef wird sich beim Braten nicht mehr aufwölben.
  • Danach das Fleisch von beiden Seiten für etwa 2 Minuten von beiden Seiten in einer gusseisernen Pfanne bei möglichst hoher Temperatur scharf anbraten.
  • Nun etwas Butterschmalz oder hoch erhitzbares Pflanzenöl in die Pfanne geben und das Roastbeef bei etwa 130 °C im Ofen fertig garen.
  • Dann per Grill- oder Bratthermometer die Kerntemperatur messen. Das Roastbeef ist bei gut 54 °C medium rare.
  • Ist dieser Punkt erreicht, kann es mit grobem Meersalz und frischem Pfeffer aus der Mühle bestreut und nach knapp weiteren 5 Minuten Ruhepause serviert werden.

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Roastbeef im Ofen braten

Roastbeef im Ofen zu braten ist eine einfache und bewährte Methode, um ein saftiges und geschmacksintensives Ergebnis zu erzielen. Hier ist ein grundlegender Rezeptvorschlag für das Braten von Roastbeef im Ofen:

Zutaten:

  • ca. 1,5 kg Rindfleisch vom Rücken oder vom Nuss, möglichst marmoriert
  • Salz, Pfeffer und eventuell andere Gewürze nach Geschmack
  • Öl oder Butter zum Anbraten

Zubereitung:

  1. Heizen Sie den Ofen auf 220-240°C vor.
  2. Würzen Sie das Fleisch gründlich mit Salz, Pfeffer und eventuell anderen Gewürzen. Verteilen Sie die Gewürze gleichmäßig über das Fleisch und massieren Sie sie leicht ein.
  3. Erhitzen Sie eine Pfanne mit Öl oder Butter und braten Sie das Fleisch zunächst von allen Seiten an.
  4. Legen Sie das Fleisch in eine ofenfeste Form oder auf ein Rost in einem Bräter und geben Sie etwas Wasser oder Rindfleischbrühe in die Form, um das Fleisch während des Garens feucht zu halten.
  5. Legen Sie das Fleisch in den Ofen und braten Sie es 15-20 Minuten an.
  6. Danach senken Sie die Temperatur auf 180-200°C und garen das Fleisch weitere 20-30 Minuten pro 500 g Fleisch. Verwenden Sie dazu am besten ein Fleischthermometer, um die Kerntemperatur des Fleisches zu messen.
  7. Ein medium-rare Roastbeef hat eine Kerntemperatur von etwa 55-60°C, ein medium Roastbeef von 60-65°C und ein well-done Roastbeef von etwa 70°C.
  8. Nachdem das Fleisch aus dem Ofen genommen wurde, sollten Sie es mindestens 10-15 Minuten ruhen lassen, bevor Sie es in Scheiben schneiden. Dies ermöglicht, dass sich der Fleischsaft im Fleisch verteilt und das Fleisch saftiger bleibt.
  9. Schneiden Sie das Fleisch gegen die Faser in dünne Scheiben und servieren Sie es zusammen mit Ihren Lieblingsbeilagen.

Ich hoffe, diese Anleitung hilft Ihnen bei der Zubereitung von leckerem Roastbeef im Ofen!

Alternativen zum Ofenbraten: Grillen und Sous-vide-Garen von Roastbeef

Neben dem Braten im Ofen gibt es auch andere Möglichkeiten, Roastbeef zuzubereiten. Eine beliebte Alternative ist das Grillen von Roastbeef. Diese Methode eignet sich besonders gut für dickere Stücke Fleisch und ermöglicht es Ihnen, eine schöne Kruste auf dem Fleisch zu erzeugen.

Um Roastbeef auf dem Grill zuzubereiten, sollten Sie zunächst das Fleisch auf Raumtemperatur bringen und es großzügig salzen und pfeffern. Erhitzen Sie den Grill auf mittlere bis hohe Hitze und legen Sie das Fleisch auf den Grillrost. Grillen Sie das Fleisch für etwa 4-5 Minuten pro Seite, bis es eine schöne Kruste hat, und drehen Sie es dann, um die andere Seite zu grillen. Verwenden Sie ein Fleischthermometer, um sicherzustellen, dass das Fleisch die gewünschte Kerntemperatur erreicht.

Eine weitere Möglichkeit, Roastbeef zuzubereiten, ist das Sous-vide-Garen. Diese Methode beinhaltet das Garen des Fleisches in einem Vakuumbeutel in einem Wasserbad bei einer konstanten, niedrigen Temperatur. Das Sous-vide-Garen ermöglicht es, das Fleisch auf die genaue gewünschte Kerntemperatur zu bringen und sorgt dafür, dass das Fleisch saftig und zart bleibt. Es ist jedoch wichtig, das Fleisch nach dem Sous-vide-Garen kurz auf dem Grill oder in einer Pfanne anzubraten, um eine schöne Kruste zu erzeugen.

Nützliche Tipps und Tricks für das perfekte Roastbeef

Roastbeef ist ein beliebtes und vielseitiges Gericht, das sich hervorragend zum Braten, Grillen oder Schmoren eignet. Hier sind einige Tipps und Tricks, die Ihnen helfen können, das perfekte Roastbeef zuzubereiten:

  • Wählen Sie das richtige Stück Fleisch: Am besten eignet sich Rindfleisch vom Rücken oder vom Nuss. Es sollte möglichst marmoriert sein, um eine gute Saftigkeit und Geschmacksintensität zu gewährleisten.
  • Lassen Sie das Fleisch vor der Zubereitung auf Zimmertemperatur kommen: Dies ermöglicht eine gleichmäßigere Garzeit und verhindert, dass das Fleisch beim Braten zu sehr austrocknet.
  • Würzen Sie das Fleisch vor dem Braten gründlich: Verwenden Sie eine Mischung aus Salz, Pfeffer und eventuell anderen Gewürzen, um dem Roastbeef Geschmack zu verleihen. Verteilen Sie die Gewürze gleichmäßig über das Fleisch und massieren Sie sie leicht ein.
  • Braten Sie das Fleisch bei hoher Temperatur an: Erhitzen Sie den Ofen auf 220-240°C und braten Sie das Fleisch zunächst für 15-20 Minuten an. Dadurch entsteht eine schöne Kruste und das Fleisch bleibt saftig.
  • Reduzieren Sie die Temperatur und garen Sie das Fleisch weiter: Nach dem Anbraten senken Sie die Temperatur des Ofens auf 180-200°C und garen das Fleisch weitere 20-30 Minuten pro 500 g Fleisch. Verwenden Sie dazu am besten ein Fleischthermometer, um die Kerntemperatur des Fleisches zu messen. Ein medium-rare Roastbeef hat eine Kerntemperatur von etwa 55-60°C, ein medium Roastbeef von 60-65°C und ein well-done Roastbeef von etwa 70°C.
  • Lassen Sie das Fleisch nach dem Garen ruhen: Nachdem das Fleisch aus dem Ofen genommen wurde, sollten Sie es mindestens 10-15 Minuten ruhen lassen, bevor Sie es in Scheiben schneiden. Dies ermöglicht, dass sich der Fleischsaft im Fleisch verteilt und das Fleisch saftiger bleibt.

Roastbeef – ein gesunder Klassiker bei festlichen Anlässen

Da es sich genau wie beim Filet um ein sehr zartes und relativ mageres Stück Rindfleisch handelt, ist das Roastbeef braten ein vergleichsweise gesunder Genuss. Zumindest ohne gehaltvolle Beilagen punktet es durch verschiedene B-Vitamine (B2, B3, B6 sowie B12), und Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium und Zink.

Wer es als leichte Low-Carb-Speise reichen möchte, liegt mit gebackenem Gemüse wie Möhren, Bohnen, Paprika, Zucchini, Tomaten oder Romanesco ziemlich richtig. Und selbst mit einem Ei und Frankfurter Grüner Soße oder einem fruchtig-pikanten Salat schmeckt es hervorragend. Klassisch-gehaltvoll serviert werden kann es aber selbstverständlich auch. Ob mit Bratkartoffeln, einem Kartoffelgratin oder Herzoginkartoffeln und einer selbstgemachten Kräuterbutter … Oder ganz traditionell mit einer Eier-Remoulade zu knusprigem Brot als Vorspeise: Roastbeef schmeckt immer!

Roastbeef braten in der Pfanne - Dauer und Temperatur

Roastbeef braten in der Pfanne - Dauer und Temperatur

Christina Koch AutorinChristina Koch
➤ Roastbeef braten - Temperatur und Dauer damit es zart und saftig wird ✅ Einfach & Schnell zubereitet ✅ Step by Step Zubereitungsanweisung ✅
4.7 aus 27 Bewertungen
Vorbereitung 5 Minuten
Zubereitung 20 Minuten
Gesamtzeit 25 Minuten
Gericht Roastbeef braten in der Pfanne - Dauer und Temperatur
Küche Deutsche Küche
Portionen 4 Portion/en
Kalorien 258.5 kcal

Zutaten
  

  • 4 Rumpsteaks von etwa 200 Gramm Gewicht je Person
  • hoch erhitzbares Pflanzenöl oder Butterschmalz
  • Salz
  • Pfeffer

Anleitungen
 

  • Zuerst den am Fleisch befindlichen Fettrand mithilfe eines scharfen Messers etwa 1 Zentimeter tief einschneiden. Dabei wird die Sehne durchtrennt und das Roastbeef wird sich beim Braten nicht mehr aufwölben.
  • Danach das Fleisch von beiden Seiten für etwa 2 Minuten von beiden Seiten in einer gusseisernen Pfanne bei möglichst hoher Temperatur scharf anbraten.
  • Nun etwas Butterschmalz oder hoch erhitzbares Pflanzenöl in die Pfanne geben und das Roastbeef bei etwa 130 °C im Ofen fertig garen.
  • Dann per Grill- oder Bratthermometer die Kerntemperatur messen. Das Roastbeef ist bei gut 54 °C medium rare.
  • Ist dieser Punkt erreicht, kann es mit grobem Meersalz und frischem Pfeffer aus der Mühle bestreut und nach knapp weiteren 5 Minuten Ruhepause serviert werden.

Nährwerte

entspricht: 1 Portion/enKalorien: 258.5 kcal
Keyword Roastbeef braten

Christina Koch

Christina Koch ist eine passionierte Köchin und Bäckerin, deren Wurzeln tief in einer Familientradition dieser Künste verankert sind. Mit 54 Jahren hat sie sich durch ihre bemerkenswerte Erfahrung und ihr… More »

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