Burger Patties – Gewicht, Garzeit und das perfekte Gewürz

Burger Patties selber machen ist nicht schwer, aber fangen wir einfach ganz vorne an. Was kommt eigentlich auf die Hamburger? Für Oma ist die Sache klar: Frikadellen natürlich! Das ist richtig und falsch zugleich – und in Omas Welt reicht eine solche Angabe auch vollkommen aus. Burger-Fans wissen natürlich um die feinen Unterschiede, die es in Bezug auf die Wahl des Fleisches, Gewicht und Form sowie auf die Würzung gibt. Und natürlich wird die Fleischeinlage als Patty, nicht als Frikadelle bezeichnet.

Burger Patty Gewicht

Die Qualität eines Burgers steht und fällt mit der Wahl des Fleisches. Das Hackfleisch aus der Plastikhülle steht für einen wirklich guten Burger freilich nicht zur Debatte. Am besten verwendet man frisches Rindfleisch mit einem Fettanteil von etwa 20 bis 25 Prozent, das beim Metzger frisch durch den Fleischwolf gedreht wurde. Schweinemett ist keine Alternative, wie auch Zwiebeln oder Eier nichts in einem klassischen Burger-Patty verloren haben.

Vom frisch durchgedrehten Rindfleisch benötigt man etwa 150 g für ein Patty. Man kann die Menge des gewürzten Fleisches natürlich vor dem Formen abwiegen. Es gibt aber auch spezielle Burger-Pressen mit integrierter Skala, mit denen man die Patties direkt in die richtige Form bringen kann. Hier muss man allerdings darauf achten, dass die Größe zum Brötchen (= Burger-Bun) passt. Ein Vorteil der Burger-Presse liegt darin, dass sie bereits eine kleine Mulde ins Fleisch drückt. Diese sorgt dafür, dass sich das Patty beim Grillen weniger wölbt.

Übrigens: Perfekt wird es, wenn man die Fleischanteile sogar selber aussuchen kann. Profis empfehlen eine Mischung aus 50% Hüfte und 50% Schulter, alternativ kann man aber auch 100% Fleisch von der Querrippe verwenden.

Patty würzen

Die bekannten Fastfood-Ketten, die es überall in Deutschland gibt, betonen fast stolz: Das Rindfleisch wird ausschließlich mit Pfeffer und Salz gewürzt. Diese Würzung sorgt dafür, dass der reine Fleischgeschmack so pur wie möglich erhalten bleibt. Sie gilt daher als klassische Variante einer Burger-Würzung. Es gibt allerdings kein Gesetz, in dem dies festgeschrieben wäre.

Man kann ein Patty also auch mit einem speziellen Rub würzen oder ihm durch die Zugabe spezieller Gewürze einen besonderen Touch geben. Nicht wenige Restaurants haben Burger mit italienischer, orientalischer, indischer oder chinesischer Würzung im Angebot. Meist sind es nur geringe Unterschiede in der Patty-Würzung, die für den jeweiligen Geschmack sorgen: Klassische Pizza-Gewürze wie Basilikum, Oregano, Majoran, Thymian und Rosmarin sorgen für mediterranes Flair, der Orient kommt durch Paprika und Kreuzkümmel in den Burger und die erwähnte indische Würzung entsteht durch Kurkuma und / oder eine Curry-Würzmischung.

Der Fantasie sind nur wenig Grenzen gesetzt. Aber bitte nicht übertreiben, denn der Fleischgeschmack sollte erhalten bleiben!

Patties Garzeit und Gartemperatur

Patties kann man in der Pfanne braten. Dies ist allerdings nur eine Notlösung: Burger-Fans legen ihre Patties ganz selbstverständlich auf den Grill. Bei diesem kann es sich um einen Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill handeln. Geschmackliche Unterschiede gibt es dabei nicht, denn die Patties werden auf einer speziellen Grillplatte oder -Pfanne gebraten. Eine solche kennt man auch aus der spanischen Küche, wo sie „Plancha“ genannt wird.

Die Grillpfanne wird nach dem Erhitzen nur wenig eingefettet, bevor man die Patties auflegt. Dann werden diese bei großer Hitze von jeder Seite etwa 2 bis 3 Minuten angebraten. Natürlich ist es wichtig, dass die Patties schön flach und formstabil sind. Doch bei der Grillplatte kann garantiert nichts durchfallen.  Auch der gefürchtete Fettbrand ist hier nahezu ausgeschlossen.

Die Patties sind fertig, wenn sie außen schön kross, aber innen noch saftig sind. Erfahrene Griller und Burger-Meister wissen genau, zu welchem Zeitpunkt dies der Fall ist. Ansonsten ist es aber ausdrücklich erlaubt, sich diverser Hilfsmittel zu bedienen. Neben einer Uhr ist hier ein Grillthermometer zu empfehlen. Wenn die Patties eine Temperatur zwischen 56 und 58 Grad erreicht haben, sind sie perfekt: Außen kross, aber innen medium. Wer keinen rosa Kern an seinem Fleisch haben möchte, lässt es bei dieser Temperatur noch einen kurzen Augenblick auf der Grillplatte.

Patties einfrieren

Der Blick ins Kühlregal des Supermarktes lässt es bereits erahnen: Patties lassen sich ohne große Probleme einfrieren, wenn man einige übrig hat oder sich einen Vorrat anlegen möchte. Allerdings ist es auch hierfür wichtig, dass es sich um möglichst frisches und qualitativ hochwertiges Fleisch handelt. Selbiges sollte einen möglichst geringen Wasseranteil besitzen, damit sich beim Einfrieren nicht zu viele Eiskristalle bilden. Diese schaden der Struktur des Fleisches.

Wichtig ist auch: Hackfleisch ist ein Tummelplatz für Mikroben und muss deshalb möglichst frisch verarbeitet werden.

Bleiben nach der Grillparty in der schwülwarmen Sommernacht noch Pattys übrig, so sollten diese nicht einfach in den Gefrierschrank gelegt werden. Besser ist es dann, alles fertig zu grillen und in den nächsten Tagen zu genießen.

Einige Grillexperten raten sogar dazu, Burger-Patties einzufrieren. Angeblich hilft dies dabei, dass ein Patty beim späteren Grillen seine schöne, runde Form behält.

Christina Koch

Schon viele Jahre beschäftige ich mich mit dem Thema Sport und gesunde Ernährung. Da durfte das Thema Kochen natürlich nicht fehlen. Diesen Blog habe ich als Sammlung für Rezepte gestartet. Dazu gebe ich Euch viele Ratschläge zu häufig gestellten Fragen zum Thema Kochen und backen, Küchenmaschinen und Kochgeräten. Außerdem findet ihr die neuesten Trends zum Thema Ernährung, Küche & Lifestyle.
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