Kartoffelgratin Rezepte

Die südfranzösische Region Dauphiné dürfte den meisten Menschen hierzulande kaum bekannt sein. Ein kulinarischer Klassiker, der auch in Deutschland immer weiter an Popularität gewinnt, kommt allerdings ursprünglich von dort. Wann genau man damit begann, Kartoffeln in dünne Scheiben zu schneiden und in einer hitzebeständigen Form zu backen, ist unklar. Die Erfinder dieses Gerichtes dürften allerdings sehr erfreut sein, was inzwischen daraus geworden ist. Das Kartoffelgratin ist längst ein Klassiker mit tausend Gesichtern geworden.

Welche Kartoffeln sind am besten für Kartoffelgratin?

Für Kartoffelgratin eignen sich vor allem festkochende Kartoffeln. Diese zeichnen sich im Vergleich zu mehligen oder vorwiegend festkochenden Kartoffeln durch einen niedrigeren Stärkegehalt aus, was ihnen eine festere Konsistenz verleiht. Beim Geschmack und der Farbe unterscheiden sich festkochende Kartoffelsorten allerdings deutlich.

Besonders gut lässt sich Kartoffelgratin aus der bekannten Kartoffelsorte Linda herstellen, die mit ihrem tiefgelben Fleisch auch für das Auge etwas zu bieten hat. Ein regelrechtes optisches Feuerwerk wird aus dem Kartoffelgratin, wenn man auch Scheiben einer blauen oder violetten Kartoffel wie der Violetta beimischt.

Wenn keine festkochenden Kartoffeln im Haus sind, kann man Kartoffelgratin auch aus vorwiegend festkochenden Kartoffeln zubereiten. Hier muss man allerdings die Kochzeit etwas anpassen, damit die Kartoffelscheiben die gewünschte Konsistenz bekommen.

Kartoffelgratin aus rohen, gekochten Kartoffeln oder Pellkartoffeln machen?

Generell wird ein Kartoffelgratin aus rohen Kartoffeln zubereitet. Da die Kartoffeln in sehr dünne Scheiben geschnitten werden, garen sie geschichtet im heißen Backofen komplett durch, bleiben dabei aber schön bissfest.

Die Zubereitungszeit lässt sich allerdings etwas beschleunigen, wenn man für ein Kartoffelgratin vorgekochte Kartoffeln verwendet. Wichtig ist dann allerdings, dass die Kartoffeln nicht zu weichgekocht sind, denn schließlich garen sie im Backofen noch weiter und könnten dann auseinanderfallen.

Insbesondere gilt dies auch für Pellkartoffeln, die oftmals eine sehr weiche Konsistenz besitzen und manchmal schon beim Anstechen auseinanderfallen. Wenn man dies aber beachtet und die Kochzeit entsprechend kürzer wählt, sind Pellkartoffeln eine gute Basis für ein Kartoffelgratin.

Bei der Wahl einer guten, festkochenden Kartoffelsorte und unter Beachtung der Kochzeit eignen sich bereits gekochte Kartoffeln oder sogar Pellkartoffeln also gut für ein Kartoffelgratin. Damit ist ein Gratin aus Kartoffeln eine leckere, kreative Variation eines Resteessens.

Wie sieht das Kartoffelgratin Grundrezept aus?

Das Kartoffelgratin Grundrezept enthält die Basis-Zutaten, die bei keinem Kartoffelgratin fehlen dürfen. Diese sind rasch genannt: Kartoffeln und Käse gehören in jedes Kartoffelgratin, wenngleich der Käse inzwischen auch vegan ersetzt werden kann. Dies ist das Rezept für ein klassisches Kartoffelgratin, um Kartoffelgratin schnell und einfach zuzubereiten.

Zutaten (für 4 Portionen):

• 800 g festkochende Kartoffeln
• 600 ml Schlagsahne (Alternative creme fraiche, Schmand, Milch)
• 50 g geriebener Emmentaler
• 10 g Butter
• 2 Stiele Thymian
• 1 Zehe Knoblauch
• Salz
• Muskatnuss, frisch gerieben
• Pfeffer, frisch aus der Mühle

Zubereitung:

1. Zuerst den Knoblauch schälen und längs halbieren. 4 ofenfeste Portionsschalen zuerst mit den Schnittflächen des Knoblauchs, dann mit der Butter einreiben.
2. Den Backofen auf 170 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
3. Die Sahne unter Rühren aufkochen.
4. Die Thymianblättchen abzupfen und in die Sahne geben. Diese dann mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
5. Die Kartoffeln waschen, ggf. schälen und in dünne Scheiben schneiden beziehungsweise reiben. Diese Scheiben nun dachziegelartig in die Portionsschälchen schichten.
6. Die gewürzte Sahne bis knapp unter den Rand angießen, danach den geriebenen Käse gleichmäßig darüber streuen.
7. Die Gratinförmchen nun auf ein Backgitter stellen und dieses auf die unterste Schiene des Backofens schieben.
8. Das Kartoffelgratin nun rund 50 Minuten goldbraun backen. Wie lange im Ofen es wirklich bleiben muss, kann man mit der Stäbchenprobe ermitteln: Einfach einen Schaschlikspieß in das Gratin stechen. Trifft man dabei nur auf einen geringen Widerstand, sind die Kartoffelscheiben gut durchgegart.
9. Anschließend herausnehmen, 5 Minuten abkühlen lassen und servieren.

Kartoffelgratin Rezepte
Kartoffelgratin Rezepte

Beliebte Kartoffelgratin Variationen

Kartoffelgratin gehört zu den vielseitigsten Backofengerichten überhaupt. Es lässt sich aus Resten zubereiten oder mit jenen Zutaten, die sich in Kühlschrank und Vorratskammer gerade finden. Daraus ergeben sich inzwischen viele beliebte Kartoffelgratin Variationen, die man unbedingt ausprobieren sollte.
So hat man nicht nur die Wahl, ob man Kartoffelgratin mit oder ohne Sahne zubereiten möchte. Auch die Frage „Was passt dazu?“ kann schon an dieser Stelle teilweise beantwortet werden, indem weitere Zutaten gewählt werden.

So gibt es zum Beispiel

• Kartoffelgratin mit Milch (statt mit Sahne)
• Kartoffelgratin mit Hackfleisch
• Kartoffelgratin mit Thunfisch oder Sardellen
• Kartoffelgratin mit Wurzelgemüse
• Veganes Kartoffelgratin
• Kartoffelgratin mit verschiedenen Käsesorten

Kartoffelgratin – Was passt dazu?

Zum Kartoffelgratin werden die Beilagen natürlich am besten so gewählt, dass sie zu den Zutaten des Gratins selbst passen. Wenn es sich also um ein klassisches, einfaches Gratin handelt, passen Steak-, Hähnchen- oder Schmorgerichte mit Fleisch sehr gut dazu. Hat man bei den Gratin-Zutaten aber Fisch oder Fleisch gewählt, sollte die Beilage entsprechend zurückhaltender gewählt werden. Dann kann es eher ein einfaches Gemüse sein oder auch ein frischer, knackiger Salat.

Als Getränk wählt man in Frankreich zum kräftigen Kartoffelgratin übrigens gerne einen leichteren, aber eher trockenen Wein. Ein Spätburgunder oder ein Riesling passen beispielsweise sehr gut zum Kartoffelgratin.

Kann man Kartoffelgratin haltbar aufbewahren (einfrieren)?

Die meisten Kartoffelgerichte lassen sich nicht gut einfrieren, weil die Kartoffeln nach dem Auftauen matschig werden. Bei einem Kartoffelgratin sieht dies in der Regel anders aus. Sofern das Kartoffelgratin komplett abgekühlt ist, kann es sehr gut als Vorrat eingefroren werden.

Tipp: Viele gläserne Vorratsdosen sind sowohl backofen- als auch gefrierschrankfest. Wer also ein Kartoffelgratin als Vorrat zubereiten möchte, kann dies direkt in der entsprechenden Glasform tun. Auf dieser muss nach dem Zubereiten und Erkalten nur noch der Kunststoffdeckel befestigt werden. Anschließend kommt das Kartoffelgratin in den Gefrierschrank – und sieht nach dem Auftauen fast wie frisch zubereitet aus.

Das Kartoffelgratin wird nicht gar oder fest?

Bei der Kartoffelgratin Zubereitung kann man eigentlich nicht viele Fehler machen. Sofern man die Kartoffeln richtig wählt und die Scheiben dünn genug schneidet, kann eigentlich nicht viel schiefgehen.
Es gibt allerdings auch Rezepte für die Zubereitung im Dampfgarer, Pfanne, Mikrowelle, Römertopf. Hier sind einige besondere Details zu beachten, prinzipiell funktionieren diese Methoden aber ebenfalls recht gut.

Sogar die Zubereitung im Dutch Oven ist beim Kartoffelgratin kein Problem, sodass man den französischen Klassiker auch am Lagerfeuer auf dem Zeltplatz genießen kann. Dies bietet sich sogar sehr an, da man für die Zubereitung keine besonderen technischen Geräte benötigt.

Christina Koch

Schon viele Jahre beschäftige ich mich mit dem Thema Sport und gesunde Ernährung. Da durfte das Thema Kochen natürlich nicht fehlen. Diesen Blog habe ich als Sammlung für Rezepte gestartet. Dazu gebe ich Euch viele Ratschläge zu häufig gestellten Fragen zum Thema Kochen und backen, Küchenmaschinen und Kochgeräten. Außerdem findet ihr die neuesten Trends zum Thema Ernährung, Küche & Lifestyle.

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