Putenbrust braten – So wird sie saftig und nicht trocken

Putenbrust gilt als einer der Geflügelfleischklassiker der leichten Küche schlechthin und aus dieser nicht mehr wegzudenken. Dabei blickt das Putenbrust braten zumindest in den mitteleuropäischen Ländern auf eine noch gar nicht so lange Geschichte zurück. Sicherlich, die Thanksgiving-Tradition aus den USA hat bereits eine lange Tradition. Doch in Europa schaffte es die Pute erst nach dem 2. Weltkrieg in größeren Mengen auf den Tisch und den Teller.

Vorbereitung der Putenbrust: Wie man sie richtig auftaut und mariniert

Die Vorbereitung einer Putenbrust ist ein wichtiger Schritt, um ein leckeres und zartes Ergebnis zu erzielen. Hier sind ein paar Tipps, wie man die Putenbrust richtig auftaut und mariniert:

Stellen Sie sicher, dass die Putenbrust vollständig aufgetaut ist, bevor Sie sie braten oder grillen. Das Aufwärmen von gefrorenem Fleisch kann dazu führen, dass es ungleichmäßig gegart wird und möglicherweise sogar unappetitlich wird. Um die Putenbrust richtig aufzutauen, können Sie sie entweder über Nacht in den Kühlschrank legen oder sie in kaltem Wasser auftauen lassen.

Wenn Sie die Putenbrust marinieren möchten, um ihr Geschmack und ihre Zartheit zu verbessern, gibt es ein paar Dinge, die Sie beachten sollten. Zunächst einmal sollten Sie darauf achten, dass die Marinade aus Öl, Säure und Gewürzen besteht, die das Fleisch einweichen und es zarter machen. Vermeiden Sie es, zu viel Salz in die Marinade zu geben, da dies dazu führen kann, dass das Fleisch zu trocken wird. Lassen Sie das Fleisch auch genügend Zeit in der Marinade, damit es gut durchziehen kann. Eine Stunde sollte in der Regel ausreichen, aber je länger, desto besser.

Wenn Sie das Fleisch aus der Marinade nehmen, wischen Sie es gründlich ab, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen. Das verhindert, dass die Marinade beim Braten verbrennt und unangenehme Rauchwolken erzeugt.

Lassen Sie das Fleisch vor dem Braten oder Grillen auf Zimmertemperatur kommen. Das hilft, dass das Fleisch gleichmäßig gegart wird und verhindert, dass es zu schnell außen verbrennt und innen roh bleibt.

Diverse Vorteile des Putenfleischs in Form des guten Geschmacks, des günstigen Preises und der unkomplizierten Zubereitung sorgten dafür, dass sie bald wortwörtlich in aller Munde war. Bedauerlicherweise war damit auch der Massentierhaltung leider schnell Tür und Tor geöffnet. Umso wichtiger also, beim Kauf des Putenbrustfilets darauf zu achten, dass die Tiere möglichst artgerecht leben durften.

Denn eine artgerechte Lebensweise (besonders in bäuerlicher Freilandhaltung und ökologischer Haltung) sorgt nicht nur für glückliche Puten, sondern auch für eine bessere Fleischqualität. Und die schmeckt man einfach!

Zutaten

  • 4 Putenbrustfilets à 150-200 Gramm
  • 2 EL hoch erhitzbares Öl
  • Salz
  • Pfeffer, frisch aus der Mühle

Nährwerte Putenbrust braten

Anzahl Portionen: 4


Nährwerte
Gesamt
pro Portion

Kalorien (kcal)
996
249

Kohlenhydrate (g)
6
1,5

Eiweiß (g)
184
46

Fett (g)
26
6,5

Alle Angaben ohne Gewähr.

Putenbrust braten und die Zubereitung

  • Tiefgefühltes Putenbrustfilet vor der Zubereitung langsam und komplett im Kühlschrank auftauen lassen. Die dabei entstehende Auftauflüssigkeit in einer Schale auffangen und weggießen. Das Fleisch selbst nach dem auftauen kurz abspülen und mit Küchenpapier trockentupfen. Dieser Aspekt gilt übrigens auch für frische, nicht tiefgekühlte Putenbrüste.
  • Nun das Öl in die Pfanne geben und erhitzen.
  • Ist es heiß genug, die Putenbrüste in die Pfanne geben und zügig scharf anbraten. Die hohen Temperaturen sorgen dafür, dass sich die Poren schließen. Gleichzeitig verhindert die dabei entstehende Kruste, dass zu viel Fleischsaft austritt. So aber bleibt das Fleisch schön saftig.
  • Danach das Fleisch in den vorgewärmten Backofen (etwa 90 °C) geben und dort fertig garen. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass der Fleischsaft nicht zum Kochen kommt und zusätzlich Flüssigkeit verdampfen kann.
  • Das Fertiggaren nimmt für ein 4 cm dickes Putenbruststück circa eine halbe Stunde in Anspruch; bei dünneren Stücken natürlich weniger Zeit. Für den perfekten saftigen Gargrad bietet sich das Kerntemperatur-Messen mithilfe eines Bratenthermometers an. Das Putenbrustfilet ist fertig, wenn die Kerntemperatur zwischen 80 °C und maximal 90 °C liegt.
  • Zum Abschluss das Fleisch salzen, pfeffern und nach weiterem Wunsch würzen und servieren.

Putenbrust im Ofen garen: Wie man sie zart und saftig hält

Eine Putenbrust im Ofen zu garen ist eine gute Möglichkeit, um sicherzustellen, dass sie zart und saftig bleibt. Hier sind ein paar Tipps, wie man das am besten hinbekommt:

  1. Verwenden Sie ein Fleischthermometer, um die Kerntemperatur der Putenbrust zu messen. Das ist der beste Weg, um sicherzustellen, dass sie perfekt gegart ist. Die empfohlene Kerntemperatur für Putenbrust beträgt 165 Grad Fahrenheit.
  2. Bedecken Sie die Putenbrust während des Garprozesses mit Alufolie, um sie vor übermäßiger Hitze und Trocknung zu schützen. Entfernen Sie die Folie in den letzten 15-20 Minuten des Garvorgangs, damit die Putenbrust eine schöne goldbraune Kruste bekommen kann.
  3. Verwenden Sie eine Auflaufform, um das Fleisch während des Garvorgangs in etwas Flüssigkeit zu garen. Das hilft, dass das Fleisch saftig bleibt und verhindert, dass es zu trocken wird. Sie können zum Beispiel Brühe, Wein oder Saft verwenden.
  4. Lassen Sie die Putenbrust nach dem Garen für ein paar Minuten ruhen, bevor Sie sie schneiden. Das hilft, dass das Fleisch zarter wird und die Saftigkeit erhält.
  5. Verwenden Sie ein scharfes Messer, um die Putenbrust in dünne Scheiben zu schneiden. Das hilft, dass das Fleisch nicht zerfällt und die Saftigkeit erhält.

Putenbrust auf Vorrat zubereiten: Tipps zum Einfrieren und Aufwärmen

Putenbrust auf Vorrat zuzubereiten kann eine tolle Möglichkeit sein, um Zeit und Mühe zu sparen. Hier sind ein paar Tipps, wie Sie Putenbrust auf Vorrat zubereiten und einfrieren können:

Wenn Sie die Putenbrust zubereiten möchten, um sie später einzufrieren, sollten Sie sie vor dem Einfrieren gründlich abkühlen lassen. Legen Sie das Fleisch in eine Schüssel oder eine Auflaufform und stellen Sie es in den Kühlschrank, bis es vollständig abgekühlt ist.

Verpacken Sie die Putenbrust dann sorgfältig in Alufolie oder Gefrierdosen, um sie vor Luft und Feuchtigkeit zu schützen. Sie können auch wiederverwendbare Gefrierbeutel verwenden, um Plastik zu vermeiden.

Schreiben Sie das Datum auf das Verpackungsmaterial, um zu wissen, wie lange die Putenbrust im Gefrierfach aufbewahrt wurde. Putenbrust hält sich im Gefrierfach etwa 6-9 Monate, wenn sie richtig verpackt ist.

Um die Putenbrust aufzutauen, legen Sie sie am besten über Nacht in den Kühlschrank. Sie können sie auch in kaltem Wasser auftauen lassen, aber das dauert in der Regel länger. Vermeiden Sie es, das Fleisch bei Zimmertemperatur aufzutauen, da das dazu führen kann, dass es schnell verdirbt.

Wenn Sie die Putenbrust aufwärmen möchten, können Sie sie im Ofen, in der Mikrowelle oder auf dem Grill zubereiten. Vermeiden Sie es, das Fleisch aufzuwärmen, indem Sie es bei hohen Temperaturen braten oder grillen, da das dazu führen kann, dass es trocken und unappetitlich wird. Stellen Sie sicher, dass das Fleisch aufgewärmt wird, bis es die empfohlene Kerntemperatur von 165 Grad Fahrenheit erreicht hat.

Putenbrust – die feine leichte Begleitung für viele Gerichte

Keine Frage: Putenbrust gehört zum kalorienarmen Geflügelfleisch und enthalt nur etwa 0,9 Gramm Fett pro 100 Gramm Fleisch. Auch sind in ihr verschiedene Aminosäuren (unter anderem Arginin, Methionin und Histidin) und viele B-Vitamine, speziell Vitamin B12, zu finden. Es lohnt sich also, nach dem Putenbrust braten zuzugreifen und sich das eine oder andere Stück Filet zu gönnen.

Denn egal, ob gebraten oder gegrillt: Eine zart gegarte und noch saftige Putenbrust schmeckt immer. Speziell zusammen mit Reis und Pilzen oder Hülsenfrüchten wie Erbsen ist sie sehr schmackhaft. Aber auch neben Salaten, anderem gebratenen Gemüse und einem frischen Quark- oder Jogurt-Dipp oder  Pasta kann sie sich definitiv sehen lassen.

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Wichtig ist nur, dass beim Kauf auf wirklich bestes Fleisch geachtet wird. Dies lässt sich an der D/D/D-Kennzeichnung erkennen. Sie stellt vergleichsweise sicher, dass es sich um eine Pute handelt, bei deren Aufzucht, Transport sowie Schlachtung die deutschen (und damit recht strengen Vorschriften) eingehalten wurden. Davon abgesehen sollte die Putenbrust aber sowieso direkt am Einkaufstag zubereitet und bis zur Zubereitung im kältesten Kühlschrankfach aufbewahrt werden. Denn leider kommen in Geflügelfleisch immer wieder Salmonellen vor – und diese sind ja nun wirklich nicht lecker …

Putenbrust braten - So wird sie saftig und nicht trocken

Putenbrust braten - So wird sie saftig und nicht trocken

Christina Koch AutorinChristina Koch
➤ Putenbrust braten - Temperatur und Dauer damit sie zart und saftig bleibt ✅ schnell zubereitet ✅ Mit Step by Step Zubereitungsanleitung ✅
4.8 aus 24 Bewertungen
Vorbereitung 5 Minuten
Zubereitung 25 Minuten
Gesamtzeit 30 Minuten
Gericht Putenbrust braten - So wird sie saftig und nicht trocken
Küche Deutsche Küche
Portionen 4 Portion/en
Kalorien 249 kcal

Zutaten
  

  • 4 Putenbrustfilets à 150-200 Gramm
  • 2 EL hoch erhitzbares Öl
  • Salz
  • Pfeffer frisch aus der Mühle

Anleitungen
 

  • Tiefgefühltes Putenbrustfilet vor der Zubereitung langsam und komplett im Kühlschrank auftauen lassen. Die dabei entstehende Auftauflüssigkeit in einer Schale auffangen und weggießen. Das Fleisch selbst nach dem auftauen kurz abspülen und mit Küchenpapier trockentupfen. Dieser Aspekt gilt übrigens auch für frische, nicht tiefgekühlte Putenbrüste.
  • Nun das Öl in die Pfanne geben und erhitzen.
  • Ist es heiß genug, die Putenbrüste in die Pfanne geben und zügig scharf anbraten. Die hohen Temperaturen sorgen dafür, dass sich die Poren schließen. Gleichzeitig verhindert die dabei entstehende Kruste, dass zu viel Fleischsaft austritt. So aber bleibt das Fleisch schön saftig.
  • Danach das Fleisch in den vorgewärmten Backofen (etwa 90 °C) geben und dort fertig garen. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass der Fleischsaft nicht zum Kochen kommt und zusätzlich Flüssigkeit verdampfen kann.
  • Das Fertiggaren nimmt für ein 4 cm dickes Putenbruststück circa eine halbe Stunde in Anspruch; bei dünneren Stücken natürlich weniger Zeit. Für den perfekten saftigen Gargrad bietet sich das Kerntemperatur-Messen mithilfe eines Bratenthermometers an. Das Putenbrustfilet ist fertig, wenn die Kerntemperatur zwischen 80 °C und maximal 90 °C liegt.
  • Zum Abschluss das Fleisch salzen, pfeffern und nach weiterem Wunsch würzen und servieren.

Nährwerte

entspricht: 1 Portion/enKalorien: 249 kcal
Keyword Putenbrust braten

Christina Koch

Christina Koch ist eine passionierte Köchin und Bäckerin, deren Wurzeln tief in einer Familientradition dieser Künste verankert sind. Mit 54 Jahren hat sie sich durch ihre bemerkenswerte Erfahrung und ihr… More »

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